Andreas Giersberg bezwingt Zugspitz-Ultratrail

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Nachdem Andreas Giersberg gerade zwei Wochen zuvor einen Marathon unterhalb der Elbe absolviert hatte, zog es den Ausdauerläufer vom PV-Triathlon Witten am Wochenende in die Alpen zum größten Trail Running Festival. Es galt, das Wettersteingebirge mit der Zugspitze, deutschlands höchsten Berg, auf 100 km mit 5500 Höhenmeter umrunden. Trotz traumhaften Wetters bei der Anreise war die Wetterprognose nicht gerade vielversprechend. Alle Läufer waren deshalb auf das letzte briefing am Vorabend gespannt. Zur großen Enttäuschung vieler Läufer hatten sich die Wetterwarnungen so verschlechtert, dass sich der Veranstalter entschloss, das Rennen auf 63 km mit immer noch 3000 Höhenmeter zu verkürzen und den Zielschluss auf 23 Uhr vorzuverlegen - safety first. Zudem mussten die Teilnehmer strenge Sicherheitsvorschriften einhalten und einen Laufrucksack mit zwei Stirnlampen, Handy, warme Kleidung und extra Regenbekleidung, Handschuhe und Mütze, ein Erste-Hilfe-Set und ein Wasserbehälter mit mindestens 1,5 Liter Fassungsvermögen gehörten.
Entgegen der ursprünglichen Planung legten die Läufer dann um 6 Uhr am nächsten Morgen das erste Stück zum vorverlegen Start nach Leutasch per Bus zurück. Pünklich um 8 Uhr fiel dann bei überraschend traumhaften Wetter der Startschuss. Die Laufstrecke führte von Anfang an bergan bis auf eine Höhe von 2200 m. Oben wartete gleich die nächste Herausfoderung: die Läufer mussten anschließend ein langes Schneefeld durchqueren. Warm wurde es dem PVler beim Lauf durch die weiße Pracht jedoch nicht, einige kleine Ausrutscher sorgten jeweils für eine prompte Abkühlung. Teils sehr steile Abstiege auf kleinen Pfaden trieben aber anschließend die Temperatur schnell wieder hoch.
Zeit blieb dem Bochumer jedoch nicht, die traumhaften Aussichten auf das Bergpanorama zu genießen, dem standen brennende Oberschenkel und der Blick auf das Geröll bei den Bergab-Passagen entgegen. Am Ende erreichte Andreas Giersberg nach 12:37 Std. erschöpft, aber glücklich das Ziel. Pünklich zum Zielschluss, als alle Teilnehmer wieder im Trocknen saßen, öffnete dann auch der Himmel seine Tore und das vorhergesagte Unwetter tobte sich aus. "Ich weiß nicht, wie ich noch die fehlenden 40 km verkraftet hätte, das hochalpine Gelände ging bei mir an die Grenzen. Eigentlich muss ich dem vorhergesagtem Gewitter dankbar sein. Ich glaube, ich hätte doch noch mehr Runden im Muttental drehen müssen", so Andreas Giersberg im Ziel des Zugspitz Ultra-Lauf. Aber nach einem Weizen sah die Welt schon wieder anders aus: "So einen Lauf muss man komplett machen", meinte der PVler schmunzelnd. Ist da noch eine Rechnung offen?

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