Alfred Sturm war mit einer Xantener Gruppe in Israel und Palästina unterwegs
Reise in eine andere Welt

Die Reisegruppe aus Xanten mit ihrem Begleiter Rainer Groß (li.) vor dem Weihnachtsbaum in ihrem Hotel in Beit Sahour.
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  • Die Reisegruppe aus Xanten mit ihrem Begleiter Rainer Groß (li.) vor dem Weihnachtsbaum in ihrem Hotel in Beit Sahour.
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Über eine Reise nach Palästina erzählt Alfred Sturm. Mit einer elfköpfigen Reisegruppe, die vom stellvertretenden Xantener Bürgermeister Rainer Groß begleitet wurde, ging es Mitte Dezember nach Beit Sahour.

Xanten/Beit Sahour. Bis Mittel des letzten Jahres hätte Alfred Sturm im Traum nicht einmal daran gedacht, eine Reise nach Palästina zu unternehmen und schon gar nicht in die Xantener Partnerstadt Beit Sahour. "Wen mir jemand gesagt hätte, dass ich einmal auf den Spuren von Jesus wandeln würde, hätte ich hin für bekloppt erklärt", lacht Alfred Sturm. Doch genau so kam es. Über Kontakte seiner Frau Annette, die sich ehrenamtlich in der katholischen kirchengemeinde engagiert, gerieten sie an die Reisegruppe um Rainer Groß.
Und so ging es im Dezember ab in den Flieger. Nach einer Zwischenlandung in der Türkei setzte das Flugzeug in der israelischen Hauptstadt Tel Aviv auf. Mit dem Reisebus ging es dann eineinhalb Stunden bis nach Beit Sahour ins Hotel. Die erste Handlung am ersten Tag der Ankunft: "Geld tauschen, Euro gegen Schekel". Danach konnte das siebentägige Reiseabenteuer beginnen.
Soviel vorweg: Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern haben die Reisenden nicht wahrgenommen. "Wir hatten niemals Angst", versichert Alfred Sturm. Die strengen Sicherheitsvorkehrungen und die starke Präsenz der Sicherheitskräfte hinterließen aber bei den Niederrheinern ein bedrückendes Gefühl.
Unter fachkundiger Leitung von Rainer Groß wurden eine orthodoxe Kirche und zwei Schulen besucht. Auch hier waren die Sicherheitsvorkehrungen augenfällig. Am ersten Reiseabend nahm die Gruppe an einem Empfang im Rathaus teil. Nach den Reden im Regen und bei kühlen Temperaturen waren die Xantener dann vom Bürgermeister zum Abendessen eingeladen.
Faszinierend war das quirlige Leben auf dem Tempelberg. "Hier leben Christen, Juden und Muslime friedlich zusammen. Ich habe nie einen Streit mitbekommen.", so Alfred Sturm. In Bethlehem trennt eine zehn Meter hohe Mauer Palästina von Israel. Für Alfred Sturm ist diese Trennung noch einschneidender als die Mauer durch die die beiden deutschen Staaten getrennt waren.

Yad Vashem

Ein besonders beeindruckendes Erlebnis war der Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Er habe bei den berührenden Darstellungen der ermordeten Kinder des Nazi-Regimes Tränen in den Augen gehabt, berichtet Alfred Sturm sichtlich bewegt. Interessant war für den Taxifahrer die Situation der Branche. Zu einem "Spottpreis" könne man hier fahren, dafür würden es die Kollegen dort mit der Sauberkeit nicht ganz so genau nehmen. Auch ein Abfallsystem wie bei uns gibt es hier nicht. "Hier fliegt alles Mögliche durch die Gegend", hat Alfred Sturm beobachtet.
Und dennoch hat ihn die Reise stark beeindruckt. Die heiligen Stätten von Christen, Juden und Moslems einmal sehen zu können und andere Kulturen kennen zu lernen, hat ihn begeistert. In einigen Jahren, soll die Tour auf jeden Fall noch einmal wiederholt werden.

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