Russland-Sanktionen zeigen erste Erfolge: Deutscher Export bricht um 18 Prozent ein - Zehntausende deutsche Jobs gefährdet

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Blick auf den Kreml in Moskau von der Großen Steinernen Brücke über dem Moskwa-Fluss (Aufnahme: 2007) (Foto: Минеева Ю. (Julmin) (retouched by Surendil))

In den ersten elf Monaten des Jahres 2014 sind die deutschen Ausfuhren nach Russland um 18 Prozent eingebrochen. Dies entspricht einem Einbruch von rund sechs Milliarden Euro. Auch für das neue Jahr rechnet man mit weitren Einbrüchen, wenn die Ukrainekrise nicht endlich politisch gelöst wird.

Nach Einschätzung des Vorsitzenden des Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes (Ex-Metro-Chef), müssen vor allem die Europäer "den wirtschaftlichen Preis für die politische Krise zahlen."

Europäer zahlen den wirtschaftlichen Preis

Im Gegensatz zu den westeuropäischen Exporteinbrüchen nimmt allerdings das Russlandgeschäft von Südamerika und Asien zu. Auch der EU-Anwärter Serbien verstärkt seine schon traditionelle und historische Bindung an Russland. Dort hat man auch nicht vergessen, dass Russland gegen den nun auch von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder als völkerrechtwidrig bezeichneten Nato-Angriffskrieg gegen Jugoslawien war. Die Südamerikaner freuen sich sehr in die westeuropäische Makrtlücke gerade auch bei den Agrarerzeugnissen zu springen. Selbst US-Exporte nach Russland haben leicht zugenommen.

Bis zu 60.000 deutsche Arbeitsplätze gefährdet

Eckhard Cordes hingegen warnt inzwischen vor dem Verlust von bis zu 60.000 Arbeitsplätzen in Deutschland durch die Sanktionen.

Angela Merkel bot hingegen Russland nun die Möglichkeit einer Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok an und geht damit auf einen alten Vorschlag Wladimir Putins ein. Als Bedingung nannte Merkel auf dem Wirtschaftsgipfel in Davos, dass die Ukrainekrise friedlich beendet werden müsse.

Da die EU sich lange gegen diesen Vorschlag Putins gewehrt hatte, lobt Eckhard Cordes nun den Vorstoss Merkels. "Es sei entscheidend wie wir Länder wie die Ukraine, Moldau oder Georgien aus der Zwickmühle befreien können, sich zwischen dem EU-Binnenmarkt und der von Russalnd initierten Eurasischen Wirtschaftsunion entscheiden zu müssen.", so der Ost-Ausschuss-Vorsitzende.

"Denn wenn wir Europäer uns dauerhaft spalten, werden die Geschicke der Weltwirtschaft andernorts bestimmt", erklärt Eckhatd Cordes weiter.

Diese neuen Aussichten dürften den US-Amerikanern und ihrem Potus (President of the United States) nicht wirklich gefallen. Sollten die europäischen Politiker tatsächlich bemerkt haben, dass sie den US-Amerikanern mit den Russland-Sanktionen schön auf dem Leim gegangen sind?
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Siegfried Räbiger aus Oberhausen | 24.01.2015 | 18:40  
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