Hoffnung schenken – Frieden finden: Friedenslichtaktion setzt Zeichen für Gastfreundschaft

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Eine Delegation des Pfadfinderstammes Eberhard Wittgen aus Essen-Überruhr war am 3. Advent bei der Aussendeveranstaltung im Essener Dom.
 
Das Friedenslicht ist in Essen angekommen: Pfarrerin Anne Bremicker (rechts) und DPSG-Diözesankurat Matthias Feldmann (links) bringen die Flamme aus Bethlehem gemeinsam mit Tom, Lea und Alexander in den Essener Dom.
Essen: Münsterkirche/ Burgplatz | Unter dem Motto: „Hoffnung schenken – Frieden finden“ steht die Friedenslichtaktion 2015 in Deutschland. Sie will Zeichen für Gastfreundschaft und für Menschen auf der Flucht setzen. Mit dabei sind in diesem Jahr auch wieder die Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Stammes Eberhard Wittgen aus Essen-Überruhr. Am 3. Advent nahm eine große Delegation des Stammes, der dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder angehört, an der zentralen Aussendefeier für die Stadt Essen im Essener Münster teil.

Das Motto der diesjährigen Aktion ist politisch aktuell. Pfadfinderinnen und Pfadfindern, die die in der ganzen Welt unterwegs sind, liegt Gastfreundschaft besonders am Herzen. Viele von ihnen engagieren sich deshalb in der Flüchtlingsarbeit. Pfarrerin Anne Bremicker, die gemeinsam mit Matthias Feldmann (DPSG-Diözesankurat) den Aussendegottesdienst in Essen leitete, berichtete im Essener Münster von ihren ganz persönlichen Erfahrungen bei der Flüchtlingsarbeit in Essen-Karnap.

Friedenslicht für alle

Seit über 20 Jahren verteilen Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht aus Bethlehem an alle Menschen guten Willens – unabhängig von Religion, Hautfarbe und Weltanschauung. Damit wollen sie zeigen, dass fast alle Menschen den Wunsch nach Frieden teilen. Die Aktion Friedenslicht wurde vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Das Licht wird mit dem Flugzeug nach Wien gebracht .Von dort aus wird es von Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Lichterstafetten in ganz Europa verteilt. Per Zug gelangt es nach Essen. Überall bringen es Pfadfinder in Krankenhäuser, in Kindergärten, in Polizeistationen und Justizvollzugsanstalten, in Flüchtlingsunterkünfte, in Rathäuser, in Einkaufszentren und in Deutschland auch in den Bundestag.

Verpflichtung zur Völkerfreundschaft

220 000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Deutschland aus ganz unterschiedlichen Pfadfinderverbänden wollen mit dem Friedenslicht gerade in diesen Zeiten von Flucht vor Krieg und Angst vor Terror ein Hoffnungszeichen weitergeben. Dazu sehen sie sich auch verpflichtet: Der Gründer der Pfadfinderbewegung, Robert Baden-Powell, sah die Hoffnung auf eine friedliche Welt in einer weltumspannenden Völkerfreundschaft: „Patriotismus für das eigene Land ist nicht nur engstirnig, sondern schädlich, wenn man nicht über den eigenen Horizont hinausblickt und das Gute in anderen Nationen anerkennt und würdigt.“

Ausgabe des Friedenslichts für die Ruhrhalbinsel

Die Überruhrer Pfadfinder vom Stamm Eberhard Wittgen verteilen das Friedenslicht aus Bethlehem am 24.12.2015 im Anschluss an den um 16.00 Uhr beginnenden Weihnachtsgottesdienst in der Stephanuskirche (Langenberger Str. 434, Essen-Überruhr).

„Bitte bringen Sie zusätzlich Laternen oder andere windgeschützte Behälter mit, damit das Friedenslicht sicher nach Hause transportiert werden kann“, erläutert Olaf Eybe einer der Stammesleiter. „Wir würden uns freuen, wenn die Gottesdienstbesucher das Licht mit nach Hause nehmen und es darüber hinaus auch an Freunde und Nachbarn weiter reichen, damit sich die Friedensbotschaft der Pfadfinder weiter verbreitet“, so Pfarrer Markus Pein, Stammesleitung.
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