Thomas Kufen berichtet von seinen ersten Tagen als OB und dem wilden Automarkt!

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Aufmerksame ZuhörerInnen der Bürgerversammlung
 
OB Kufen bei der BIGWAM Bürgerversammlung
Essen: kreuzer | Essen, 02.04.2016

„Das war schon etwas positiv Neues, dass der amtierende OB auf einer BIGWAM-Bürgerversammlung erschien“, so Klaus Barkhofen und weiter, „sein Vorgänger Reinhard Paß hatte nie den Mut besessen, sich einmal blicken zu lassen.“ Das honorierten die 83 anwesenden BürgerInnen mit einem großen Wohlwollen. Zumal der OB einige Aussagen im Gepäck hatte, die merken ließen, dass da ein frischer Wind im Rathaus eingezogen ist.

Das war auch im Sinne einer Regulierung der prekären Situation im Essener Norden bzgl. des wilden Automarktes dringend notwendig. Und das geht nicht ohne Politik, Polizei und Stadtverwaltung.
Allerdings berichtete Klaus Barkhofen davon, „dass man sprechenden Menschen offenbar auch direkt helfen kann.“ So hat sich eine Delegation des BIGWAM–Vorstandes zu Gesprächen mit den Autohändlern der Bottroper Str. getroffen und Klartext geredet. „Ihre 600 Nachbarn sind stinksauer“, sagte Ferit Yüksel aus dem BIGWAM-Vorstand zu dem Besitzer des Hotels an der Bottroper Str. 202, „und wir werden diese Zustände nicht mehr hinnehmen!“. Zur großen Überraschung waren die Händler kooperativ und einsichtig, räumten die Straße weitgehend vom Müll, zogen die abgemeldeten weißen Sprinter von der Straße und halten sich bis heute an die Absprachen. „Man darf gespannt sein, ob das auch nachhaltig so sein wird? Jedenfalls sind weitere Gespräche für den Mai geplant“, meinte Klaus Barkhofen.

Nachhaltig ist auch das Stichwort für die zwei gut gelaufenen Gespräche in kleiner Runde mit dem OB und Ordnungsdezernenten Kromberg. „Viele Themen, insgesamt 15, konnten besprochen und tlw. geklärt werden, aber für das große Thema einer nachhaltigen Lösung des „wilden Automarktes“, will man sich die notwendige Zeit nehmen, die es braucht, um endgültig einen Deckel drauf zu bekommen.“ Meinte Klaus Barkhofen. Christian kreis ergänzt, „Kurzfristige Abschleppmaßnahmen, Müllbeseitigung und Eindämmung der Kriminalität sind zwar gut und wichtig, aber bekämpfen nur die Symptome nicht aber die Ursachen.“

So startete auch OB Kufen in seinem gutgelaunten Beitrag zu seiner neuen und der Situation des „wilden Automarktes“: „Ma eben geht nix! Wir können alles begründen, warum was geht oder warum was nicht geht, aber sowohl bei meiner Arbeit als OB, als auch im Thema der BIGWAM geht nur etwas über ein nachhaltiges Konzept!“. So soll es deshalb im Herbst ein Spitzentreffen der Verantwortlichen der Stadt geben, um ein Gesamtkonzept zu erarbeiten. Dazu gehören auch Vorarbeiten durch die EWG zur Stadtentwicklung des Nordens und des „quo vadis“ des Gebrauchtwagenmarktes. Ein Teil dieser Ergebnisse soll in einen erweiterten Entwurf der ordnungspolitischen Verordnung „VO 1.01“ der Stadt Essen fließen, die dann über 2017 hinaus verlängert werden soll. Dazu Barkhofen: „Die BIGWAM wird diesen Prozess inhaltlich als sachkundige Organisation begleiten.“
Auch bat Kufen z.B. um Verständnis bei dem großen Thema unserer Zeit, der Unterbringung von Flüchtlingen. Bei der großen Anzahl an Flüchtlingen geht es nicht nur um die Herausforderung der Wohnheime sondern vielmehr um eine sozial gerechte Verteilung auf das gesamte Stadtgebiet, wenn die Flüchtlinge integriert werden und das Wohnheim gg. „normale“ Wohnungen getauscht wird. Und die liegen, auf Grund des Mietpreises, nicht im Süden. Thomas Kufen erläutert, „So sind von den Ausgezogenen gerade mal 21 mit Wohnungen im Essener Süden fündig geworden.“ Hier gilt es zu agieren, um einer Schieflage in der Integration bereits im Frühstadium zu begegnen.

In der Fragerunde an OB Kufen wurden u.a. Themen wie „der Wegfall mehrjähriger Pachtverträge für die Hundevereine an der Bottroper Str. - soll hier etwa weiterer Automarkt möglich gemacht werden und wer will dann noch investieren?“ oder „der Nichtinformation zu mehrjährigen Bauarbeiten durch die Stadtwerke Essen in der kleinen Nebenstraße ‚Am Mühlengrund‘“ und „das gefährliche Parken von Autohändlern an St. Maria Rosenkranz“ angesprochen.
„Zu allen Fragen soll es kurzfristig Antwort aus dem OB Büro geben“, so Klaus Barkhofen.

Offenbar geht es dem OB doch um mehr Bürgernähe als seinen Vorgängern. Nur so kann und will er an Informationen herankommen, die er als OB normalerweise vielleicht nicht erfahren würde.
Kufen versprach sich mindestens einmal pro Jahr den Fragen der BIGWAM-MitgliederInnen stellen. Kreis: „Wir werden ihn sehr gerne beim Wort nehmen!“
Der OB fand auch noch lobende Worte für die BIGWAM und deren ehrenamtliche Arbeit. So meinte er: „dass er besonders die besonnene, unaufgeregte und sachliche Art an der BIGWAM schätzt. Wir begegnen uns auf Augenhöhe, sie haben Verständnis für manche Problemstellungen der Stadt, sind dennoch hart aber fair in der Sache unterwegs. Deshalb reden wir miteinander!“


Mehr Infos auf unserer neugestalteten Homepage www.bigwam.org
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