Landschaftsverband wird Forensik-Träger

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Victoria oder Erlensundern - die Standortfrage ist noch unbeantwortet, der Forensik-Träger aber ist klar. (Foto: Magalski)
Der Standort ist noch immer unklar, eine Frage ist nun aber geklärt: Die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe sollen Träger der insgesamt fünf neuen Forensiken im Land werden.

Eine echte Überraschung ist die Nachricht nicht, die Ministerin Barbara Steffens am Donnerstag in Düsseldorf nach einem Gespräch zwischen den Spitzen des Gesundheitsministeriums und der Landschaftsverbände öffentlich machte.
"Bei der Behandlung, Betreuung und Sicherung von psychisch kranken und suchtkranken Straftäterinnen und Straftätern haben sich die Landschaftsverbände als verlässliche Partner der Landesregierung erwiesen", wird Steffens in einer Pressemitteilung zitiert. In Nordrhein-Westfalen arbeiten bereits zwölf forensische Kliniken unter der Regie der Landschaftsverbände, beispielsweise die Klinik in Dortmund-Aplerbeck. Sie verfügten dadurch über langjährige Erfahrungen in der Durchführung des Maßregelvollzugs, so Steffens. Jede der fünf neuen Kliniken in den Landgerichtsbezirken Bonn, Dortmund, Essen, Münster und Wuppertal soll 150 Plätze für psychisch kranke Straftäter bieten. Bauherr der Kliniken ist das Land Nordrhein-Westfalen, pro Klinik sind für den Grundstückskauf und den Bau 45 Millionen Euro vorgesehen.

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Bernhard Ternes aus Marl | 15.02.2013 | 18:04  
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