Ein Zeichen setzen in Arnsberg
Klosterbrücke in Orange: Aktion von Seebrücke und Caritas startet am 25. September

Rufen dazu auf, die Klosterbrücke in Orange zu tauchen (v.l): Eva Hagedorny, Lea Spiller (Beide Caritas) und Jörg Rostek (Seebrücke Hochsauerland).
  • Rufen dazu auf, die Klosterbrücke in Orange zu tauchen (v.l): Eva Hagedorny, Lea Spiller (Beide Caritas) und Jörg Rostek (Seebrücke Hochsauerland).
  • Foto: Diana Ranke
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Die Seebrücke Hochsauerland ruft jetzt gemeinsam mit der Caritas Arnsberg zu einer besonderen Aktion auf: Gemeinsam mit Arnsberger Bürgern soll die Klosterbrücke ab dem 25. September in die Farbe Orange getaucht werden - die Farbe der Rettungswesten. Damit laden sie dazu ein, für die Evakuierung des abgebrannten Lagers Moria in Griechenland und eine neue Geflüchtetenpolitik in Deutschland und der EU zu demonstrieren.

"Die Aktion bekommt durch das Feuer im griechischen Flüchtlingslager Moria eine erschreckende Tagesaktualität", erklärte Jörg Rostek von der Seebrücke Hochsauerland. "Wir setzen uns für sichere Fluchtwege in Europa ein und solidarisieren uns mit der Seenotrettung, deren Arbeit häufig behindert wird." Die Organisatoren rufen dazu auf, die Klosterbrücke mit orangefarbenen Bändern, Stoff- und Kleidungsstücken zu verzieren. Das Ziel ist es, so viele Menschen zu mobilisieren, dass die Klosterbrücke komplett mit Orange abgedeckt ist.

Aktion vom 25. September bis 4. Oktober

Die Caritas Arnsberg unterstützt die Aktion, die im Rahmen der Interkulturellen Woche vom 25. September bis 4. Oktober stattfindet. "Wir werden auch Fotos von Geflüchteten an der Brücke anbringen", erklärte Eva Hagedorny vom Fachdienst Migration der Caritas Arnsberg, die kürzlich noch ein griechisches Flüchtlingslager besuchte. "Ich war nicht in Moria, sondern auf Samos. Aber die Bilder sind ähnlich." Außerdem soll am 25. September mit Hilfe der Pfadfinder ein ausrangiertes Boot auf Höhe der Klosterbrücke zu Wasser gelassen werden.

Seebrücke: "Bereitschaft ist da"

Für die Seebrücke Hochsauerland reicht die Anzahl Geflüchteter, deren Aufnahme die Bundesregierung in Aussicht gestellt hat, nicht aus. Sie fordert eine Komplettevakuierung und die Verteilung der Menschen "auf die 170 Städte und Gemeinden innerhalb der Europäischen Union, die sich längst öffentlich zur Aufnahme der in Not geratenen Menschen bereit erklärt haben". Mit der Aktion in Arnsberg soll dies noch forciert und ein Zeichen gesetzt werden.

Aktion schon länger geplant

Die Seebrücke Hochsauerland ist in vielen Städten in der EU aktiv und sammelt Unterschriften für die Aufnahme von Geflüchteten. Das Vorhaben ist mit der Stadt Arnsberg abgesprochen. Wie die Organisatoren erklärten, war die Aktion schon seit längerer Zeit geplant. Eine Menschenkette -wie beispielsweise vor zwei Jahren am Sorpesee - sei aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich. "Die jetzige Aktion ist eine gute Alternative", erklärte Lea Spiller von der Caritas.
"Wir freuen uns auf viele, die teilnehmen und mit uns betonen, dass es so nicht weiter gehen darf. Deutschland und die Europäische Union müssen einfach mehr tun - und zwar schnell", ergänzte Rostek.

Autor:

Diana Ranke aus Arnsberg-Neheim

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