"Mehr als zufrieden"
Volksbanken Sauerland steigern Betriebsergebnis

Haben bei diesen beeindruckenden Zahlen gut lachen: der Volksbank Vorstand Dr. Florian Müller (l.) und Michael Reitz.
  • Haben bei diesen beeindruckenden Zahlen gut lachen: der Volksbank Vorstand Dr. Florian Müller (l.) und Michael Reitz.
  • Foto: Peter Benedickt
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„Es gab 2018 große Herausforderungen, aber wir konnten wieder unsere Leistungsfähigkeit als Bank in der Region – für die Region eindrucksvoll unter Beweis stellen“, freuten sich jetzt die Vorstände Michael Reitz und Dr. Florian Müller von der Volksbank Sauerland.
Die größte Aufgabe im vergangenen Jahr war eindeutig die Einführung der neuen Banken-Software, eine technische Leistung, die ohne den Einsatz der Mitarbeiter nicht zu stemmen gewesen wäre, wie die Vorstandsmitglieder anerkennend zugaben. Angesichts des anspruchsvollen Branchenumfeldes mit den anhaltenden Niedrigzinsen ist die Volksbank mit der Geschäftsentwicklung und dem Ergebnis mehr als zufrieden. „Trotz zusätzlicher 970 Schulungstage, die die Mitarbeiter leisteten, um die neuen Programme zu verinnerlichen, können wir eine überdurchschnittliches Steigerung der Bilanzsumme von 5,33 Prozent vorweisen“, wurde der Grund der Freude auf den Punkt gebracht. „Wir sind aber in allen Bereichen gewachsen“, machte Michael Reitz auf der Bilanzpressekonferenz deutlich.
Dabei sehen die Fachleute den Erfolg nicht nur in den reinen Euro- beziehungsweise Prozentzahlen, sondern gerade auch in der Struktur der genossenschaftlichen Regionalbank. 65.779 Kunden vertrauen der Volksbank Sauerland, 35.365 Mitglieder, die 118.222 Geschäftsanteile halten, werden durch 243 gewählte Vertreter in der Vertreterversammlung repräsentiert. Hier stehen am 4. Juni Neuwahlen an, die Mitglieder werden jetzt mit der Post die Unterlagen erhalten. An diesem Tag wird auch über die Höhe der Dividende entschieden. Der Vorstand will den Vorschlag einbringen, diese in unveränderter Höhe auszuzahlen.
In 23 Filialen wird Service und Beratung angeboten, 38 Geldautomaten stehen im Geschäftsgebiet zur Verfügung. Rund 19.000 Kunden nutzten inzwischen das Online-Banking. Mit 271 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 19 Auszubildenden und Praktikanten ist das Geldinstitut ein nicht unerheblicher Arbeitgeber. Zudem führte das Haus 1.312.349 Euro Gewerbesteuer ab, dazu kommen rund 2,6 Millionen Lohnsteuer. Die Anteilseigner konnten sich über 937.049 Euro Dividende freuen, 292.423 Euro als Spenden an sportliche, kulturelle und soziale Vorhaben flossen in die Region.

Crowdfunding: 72 Projekte

Dabei ragt das Crowdfunding heraus: Hier gab es inzwischen 72 Projekte, wovon 71 erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Sei es die Anschaffung neuer Uniformen für einen Musikverein oder die Unterstützung beim Spielplatzbau eines Kindergartens, die Volksbank steuert benötigte Finanzen bei. Zurzeit laufen noch sechs Projekt, fünf sind in der „Pipeline“. 81.000 Euro, davon 43.000 Euro in 2018, gingen an Spenden ein, die Volksbank gab demnach 83.000 Euro zusätzlich bei.
Zur Zukunftssicherung tragen auch die drei Tochterunternehmen, die Versicherungsagentur, die Hausverwaltung und die Immobilien GmbH bei. „Beim Hauskauf hat der Kunde damit sofort die richtigen Partner an der Seite“, erklärte Michael Reitz. „Wir bieten den Menschen das an, was gefordert wird. Dazu gehört der Ausbau der digitalen Angebote, auch wenn wir bereits rund 80 Leistungen in diesem Bereich vorhalten“, erklären die beiden Vorstände. Der Kunde bekommt den Service, denn er erwartet. Wenn er abends auf dem Sofa seine Geldgeschäfte tätigen will, muss er die Möglichkeiten haben. Der persönliche Kontakt soll trotzdem erhalten bleiben, denn viele Interessenten wollen doch noch einen kompetenten Gesprächspartner an der Seite haben.

"Schallgrenze überschritten"

Auch die „nackten“ Zahlen gaben Anlass zur Zufriedenheit. Bei den bilanziellen Kundenkredite wurde erstmals die Schallgrenze von einer Milliarde Euro überschritten (ein Plus von 6 Prozent), die Baufinanzierung kletterte auf 103 Millionen Euro und stieg damit noch einmal um 3,3 Prozent. Das Gesamtkreditvolumen kletterte auf 1,354 Milliarden Euro, das Gesamteinlagenvolumen auf 1,705 Milliarden Euro.
„Wir können unseren Kunden nur raten, ihr Vermögen clever und strukturiert anzulegen“, empfahlen Reitz und Müller. „Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sei es Immobilien, Wertpapiere, Fonds. Wer einseitig taktiert, riskiert einen Totalverlust, wenn es genau in dem Bereich crasht.“
Noch eine erfreuliche Zahl: Das Betriebsergebnis stieg auf 13 Millionen Euro (plus 8,33 Prozent), das bilanzielle Eigenkapital um 4,3 Millionen auf 140,1 Millionen Euro („deutlich mehr als vom Gesetzgeber verlangt“).
Auch positiv: „Wir verlangen weiterhin keine Negativzinsen von unseren Privatkunden.“ peb

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