Kirchenmusik im neuen Jahr an alter Stätte

Für das neue Jahr 2012 haben sich Chor und Orchester der Franziskus Gemeinde in Weitmar wieder ein Programm überlegt, das auch über die Gemeindegrenzen, ja sogar über die Konfessionsgrenzen und Altersgrenzen hinaus sehr ansprechend durchdacht ist. Eine Ragtime-Messe wird für Ostern in Angriff genommen. Wir sprachen mit den Vorsitzenden der Musikgruppen und deren künstlerischem Leiter Kantor Helmut Leo.

Wie sind Sie auf dieses Werk gestoßen?
Leo: Bei der Suche nach neuen Werken für unser Repertoire fand ich auf einer österreichischen Webseite diese Messe aus dem Jahr 2010 von Johann Simon Kreuzpointner, die weder nach Rock- oder Popmusik noch nach frommer geistlicher Musik klingt, aber in ihrem Klanggewand durchaus liturgiefähig erscheint.

Helfen Sie Ihrem Chorleiter bei der Werkauswahl?
Wiegard: Es kommt schon mal vor, dass der ein oder andere Sänger mit Noten kommt, die er gern im Chor singen möchte. Meist handelt es sich um kleinere Chorsätze. Wir sind bislang immer gut damit gefahren, die Entscheidung Herrn Leo zu überlassen. In der Regel singen wir ja zu Ostern ein modernes Werk, oft mit Schlagzeug und E-Gitarre etc. und zu Weihnachten eine klassische Orchestermesse. Die Abwechslung tut uns auch stimmlich gut und beschert uns jede Saison neue Mitglieder.

Wie bewerten die Orchestermitglieder diese unterschiedlichsten Musikstile?
Kriegesmann: Wir sind ja ein absolutes Laienorchester. Manche bevorzugen eindeutig die barocke Orchestermusik und freuen sich darüber, dass wir diese Musikrichtung nicht aus den Augen verlieren. Aber der Erfolg gibt Herrn Leo schon Recht. Und es ist immer wieder faszinierend wie er es schafft uns in die unterschiedlichsten Stile einzuarbeiten.

Herr Leo, können Sie bitte noch etwas zu dem Werk verraten, um das es jetzt bei Ihnen geht?
Leo: Es handelt sich um ein kurzes Werk von insgesamt nur 16 Minuten Dauer. Es passt also zeitlich in jeden liturgischen Rahmen und es lässt sich gut in wenigen Proben erarbeiten. Die Besetzung ist eine Dixieland-Band - also Trompete, Klarinette, Posaune, Klavier und Schlagzeug - die das rhythmische Gerüst liefert, dazu kommen noch zwei Violinstimmen und Bass. Die Messe ist erstaunlicherweise in lateinischer Sprache vertont. Das finde ich aber eher reizvoll als hinderlich.

Seit wann gibt es diese enge Zusammenarbeit von Chor und Gemeindeorchester?
Wiegard: Schon immer hat das Orchester den Chor begleitet. Aber im Laufe der letzten Jahre wurden unsere Projekte immer interessanter. Die positiven Erfahrungen förderten jeweils das nächste Projekt.
Kriegesmann: Chor und Orchester profitieren beide davon, weil wir ja so als recht großes Ensemble Musik miteinander machen.

Wie können interessierte Laien zu Ihnen stoßen?
Wiegard: Unser Chor probt mittwochs ab 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Franziskus, Franziskusstraße 17 a in Weitmar und neue Sänger kommen einfach zur Probe.
Leo: Ein Vorsingen gibt es nicht. Wer nicht geeignet ist merkt das nach wenigen Proben selbst.
Kriegesmann: Das Orchester freut sich besonders über Nachwuchs in den Geigen. Schön wäre es wenn sich wieder mehr junge Leute dazu entschließen könnten, bei uns mitzuspielen. Schließlich war die Keimzelle unseres Orchesters vor 40 Jahren ein Spielkreis mit überwiegend jugendlichen Spielern.

Auf der homepage der Pfarre St. Franzikus www.psfb.de kann man sich übrigens durchklicken zu Chor und Orchester. Dort findet man ausführlichere Informationen.

Für die Chorgemeinschaft und das Orchester St. Franziskus Bochum-Weitmar. (Textbearbeitung Nora Wiegard, Helmut Leo, Ulrich Kriegesmann)

Autor:

Sylvia Krieschbach aus Bochum

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