Miss Sophie: Lucius Erben Teil 5: In der Grube

Sophie schüttelte sich noch immer vor Ekel und lief mit Monki die Straße weiter hinauf, als die beiden auf einer sauberen Rasenfläche vor einem Reihenhaus zwei große Erdhügel sahen. „Ah, da ist er ja“, maunzte Monki und blieb stehen.Sophies Blick wanderte zwischen den Hügel und ihm hin und her. „Wer?“
„Bauunternehmer Hans Hügel, der Maulwurf“, antwortete der Kater. Er setzte sich wieder in Bewegung und ging zu einem der Hügel. Dort schob er mit seinen Pfoten etwas die nasse, dunkle Erde beiseite und sah in das Loch. Sophie war ihm gefolgt und hatte ihm zu gesehen. Nun ging auch sie neugierig an das Loch und sah hinein. Doch sie hatte sich etwas überschätzt und verlor das Gleichgewicht. Schon befand sie sich im freien Fall und purzelte in die nasse Erde. Als sie gelandet war, schüttelte sie sich und sah an sich herab. „Bäh...das kriech nie wieder raus“, schimpfte sie und sah nach oben. „Hallo, Monki. Hol mich hier raus!“, maunzte sie flehend nach oben.
Der Kater lachte. „Tollpatsch!“, rief er ihr zu und wandte sich zum Gehen.
„Monki!“, rief sie ihm lauthals nach.

Erdwanderung

„Was ist denn das für ein Krach?“, erklang eine piepsige Stimme neben ihr. Sophie erschrak. Aus der Dunkelheit des Lochs schauten zwei Knopfaugen und eine kleine lange Nase hervor.
„Verzeihung, ich bin hier reingefallen“, miauzte Sophie kleinlaut und sah dann nach oben. Mon war nicht mehr zu sehen, stattdessen glitzerten die Sterne am Abendhimmel.
„Ah..kein Problem, die Dame. Ich bin Hans Hügel“, stellte sich die Person vor und trat aus der Dunkelheit in einen kleinen Lichtschein, den der Mond nun in das Loch warf. Sophie erkannte eine kleine pelzige Persönlichkeit mit zwei Händen, die wie Schaufeln aussahen und ebenso zwei Füßen, die genauso wie die Hände aussahen.
„Der Bauunternehmer“, lachte sie erleichtert, „Miss Sophie. Sehr erfreut.“
„Ja, der. Kommen Sie junge Dame, ich zeige ihnen einen Ausgang“, piepste er dann und wandte sich zum Gehen.
Sophie folgte ihm.
„Was wollten sie denn hier?“, fragte er nach einer Weile.
„Wir suchen vier Katzenkinder, die verschwunden sind“, erklärte sie und folgte ihm geduckt. Für Hans war es leichtes durch die engen Gänge zu kommen, aber Sophie hatte da schon ihre Mühe.
In den Gängen war einiges los. Hier und da sah sie Ameisen, er auch andere Nager, die beim Anblick der Katze kehrt machten und schnell flüchteten. Doch Sophie hatte keinen Nerv sich mit diesen Nagern zu beschäftigen,, sie musste eher durch die Gänge durch ohne stecken zu bleiben.
Nachdem sie drei- oder viermal links abbogen, dann noch zweimal rechts und nochmal schier endlos gerade ausgelaufen waren, ging es mit Leichtigkeit nach oben. Endlich spürte sie wieder Luft und das nasse Gras unter ihren Pfoten.
„Ah...“, atmete sie erleichtert auf.
„Besten Dank“, sagte sie zu Hans und hob die Pfote zum Gruß.
Hans nickte und verschwand wieder im Loch. Zurückblieb ein großer Haufen Dreck, der nach einem Hügel aussah.

„Das also war ein Maulwurf“, miaute sie innerlich und seufzte. Als sie sich umsah, war von Monki nichts zu sehen und auch auf dem Rasen vor dem Haus war sie nicht mehr, sondern dahinter.

„Eindringling!“, fauchte es plötzlich hinter ihr und sah sich erschrocken um.

-Fortzsetzung folgt-

Autor:

Alexandra Roj aus Bochum

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