Bochumer IPE-Gespräche:
Tagung zur interprofessionellen Bildung im Gesundheitswesen

Im denkmalgeschützten Beckmanns Hof, dem Internationalen Begegnungszentrum der RUB, kamen die Teilnehmer*innen der Tagung ins Gespräch. | Foto: Foto: O. Kulikova
  • Im denkmalgeschützten Beckmanns Hof, dem Internationalen Begegnungszentrum der RUB, kamen die Teilnehmer*innen der Tagung ins Gespräch.
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Gemeinsam veranstaltet von der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) und der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben am 14. Januar 2019 erstmalig die ‚Bochumer IPE-Gespräche‘ – IPE steht für InterProfessional Education, also für die interprofessionelle Bildung – im internationalen Begegnungszentrum ‚Beckmannshof‘ stattgefunden. Die Tagung, an der etwa 50 Praktiker*innen und Expert*innen beteiligt waren, ist ein Forum für interprofessionell Lehrende und Interessierte im Bereich der Medizin und der Gesundheitsfachberufe.

„Die Interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen gewinnt zunehmend an Bedeutung für eine zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung. Vor dem Hintergrund einer Verbesserung der Versorgungsqualität und einer Erhöhung der Patient*innensicherheit ist eine frühzeitige Thematisierung interprofessioneller Kompetenzen in der akademischen Qualifizierung der Gesundheitsberufe erforderlich“, betonte Prof. Dr. Sven Dieterich, Vize-Präsident für Studium und Lehre an der hsg Bochum, der die Tagung gemeinsam mit Prof. Dr. Thorsten Schäfer, Studiendekan der Medizinischen Fakultät der RUB, initiiert hat.

Dr. Eike Quilling, Professorin für 'Interprofessionelles Lehren und Handeln in den Gesundheitsberufen' mit dem Schwerpunkt Kommunikation an der hsg Bochum, unterstützt dies und führt weiter aus: „Wir müssen IPE weiter denken, auch über die Sektorengrenzen hinweg. Hier können wir viel voneinander lernen – zum Beispiel was planvolles gemeinsames Handeln angeht. Interprofessionelle und intersektorale Zusammenarbeit in der Praxis setzt eine gute kompetenzorientierte Vorbereitung in der akademischen Ausbildung voraus."

Den Einstieg in den fachlichen Diskurs bot ein Vortrag von Prof. Dr. Marion Huber von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften über die inter- und transprofessionelle Versorgungspraxis von Menschen mit schwersten Hirnverletzungen innerhalb eines Rehabilitationssettings in der Schweiz.

Zur Integration interprofessioneller Lehrformate werden derzeit die unterschiedlichsten Ansätze diskutiert und erprobt. Bei der Tagung haben Akteur*innen verschiedener Institutionen Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Bereich der interprofessionellen Lehre diskutiert.

„Interprofessionelle Lehrnetzwerke sind derzeit in Deutschland unterschiedlich stark ausgeprägt, befinden sich aber in einer Auf- beziehungsweise Ausbauphase. Der Standort Bochum ist aufgrund der strukturellen Gegebenheiten hervorragend dazu geeignet, IPE-Aktive aus Nordrhein-Westfalen und Gesamtdeutschland zukünftig regelmäßig zu vereinen und damit zu einem intensiveren Austausch zwischen den unterschiedlichsten Ausbildungsinstitutionen im Gesundheitssektor beizutragen“, fasste Matthias Joswig, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentrums für Medizinische Lehre der RUB und Mitorganisator der Tagung, zusammen.

„Die ersten Bochumer IPE-Gespräche haben uns gezeigt, dass ein großes und fortlaufendes Interesse besteht, den Dialog zwischen den verschiedenen Akteur*innen innerhalb des Gesundheitssystems einzugehen und diesen für einen intensiven Erfahrungsaustausch zu nutzen. Diese Erkenntnis sowie die ersten Anfragen der Teilnehmer*innen und Referent*innen ermutigen uns, die Veranstaltung im kommenden Jahr zu wiederholen“, sagte Lea Abdel Ghani, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Interprofessional Education (IPE) der hsg Bochum und ebenfalls Mitorganisatorin der Tagung.

Autor:

Christiane Dr. Krüger aus Bochum

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