Bebauung Lennershof: Stellungsnahme der Soziale Liste

In der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur- und Stadtentwicklung begründete der Ratssprecher der Sozialen Liste, Günter Gleising, die Ablehnung des Bebauungsplanes (Nr. 895) zum „Campus Quartier
Lennershof“:

„Ökologische Gründe
Wir lehnen die weitere Verdichtung, Nachverdichtung und Versiegelung
des weitläufigen Bereiches um die RUB und die Hochschule ab. Durch
RUB-Erweiterungen, den Bau des Bio-Medizin-Parks, der Schaffung des
Gesundheits-Campus und weiterer Baumaßnahmen hat die Verdichtung hier
ein Ausmaß erreicht, dass keine zusätzlichen Maßnahmen verträgt. Die
einstmals grüne Lunge Bochums darf nicht weiter geschwächt werden.

Städtebauliche Gründe
Die allgemeine Tendenz, dass Universitäten und Hochschulen stärker in
die Innenstädte und Stadtteile drängen, ist auch in Bochum feststellbar.
Strukturelle Umbruchsprozesse und der demografische Wandel sind Gründe
für die Soziale Liste diese Entwicklung städtebaulich zu fördern und
direkte und periphere Einrichtungen der RUB und der Hochschulen in der
Innenstadt, den Stadtteilen und auf frei werdende Opel-Flächen
anzusiedeln, um so eine Entlastung in Querenburg zu schaffen.

Soziale und wohnpolitische Gründe
Die Soziale Liste lehnt die von der VBW geplante weitere „Entmietung“
von Wohnungsbeständen am Lennershof aus sozialen und wohnpolitschen
Gründen ab, weil dies zur Verdrängung von bezahlbaren Wohnraum zu
Gunsten von teuren „Atelierhäusern“ führen würde. Stattdessen sollte
aus Sicht der Sozialen Liste der vorhandene Wohnraum gesichert werden,
ohne große Miet und Gebührenerhöhungen."

Bochum 2013-07-04

Autor:

Günter Gleising aus Bochum

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