hsg Bochum
Drei hsg-Absolventinnen präsentierten ihre Studienergebnisse

Prof. Dr. Andrea Dohmen am 20. November 2020 kurz vor der Moderation der Projektgruppe. | Foto: hsg Bochum
  • Prof. Dr. Andrea Dohmen am 20. November 2020 kurz vor der Moderation der Projektgruppe.
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Mitarbeiter*innen und Absolvent*innen des Studienbereichs Logopädie der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) haben die ‚Interdisziplinäre Tagung über Sprachentwicklungsstörungen‘  (ISES 11) am 20. und 21. November 2020 zum fachlichen Austausch genutzt. Die Tagung, die erstmals im digitalen Format stattfand, wird von der Gesellschaft für interdisziplinäre Spracherwerbsforschung und kindliche Sprachstörungen im deutschsprachigen Raum (GISKID) organisiert.

In diesem Jahr präsentierten insgesamt drei Absolventinnen des Studiengangs Logopädie der hsg Bochum die Ergebnisse ihrer Bachelorarbeiten zum Thema Sprachentwicklungsstörungen auf der ISES. Betreut wurden die Bachelorarbeiten von Dr. Andrea Dohmen, Professorin im Studienbereich Logopädie, sowie Silvia Gosewinkel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Logopädie mit dem Schwerpunkt Spracherwerb und Sprachentwicklungsstörungen.

Andrea Dohmen erklärt: „Im Studiengang Logopädie ist uns wichtig, unsere Student*innen sowie unsere Absolvent*innen im Sinne der evidenzbasierten Praxis wissenschaftlich auszubilden und zu fördern, sodass wir eigene Forschungsvorhaben im Rahmen von Bachelorarbeiten maßgeblich unterstützen. Die ISES war damit für die Absolventinnen eine gute Gelegenheit die Studienergebnisse aus den Abschlussarbeiten zu präsentieren, mit Expert*innen in fachlichen Diskurs zu treten und Erfahrungen mit wissenschaftlichen fundierten Präsentationen auf einer fachlichen Tagung zu sammeln“.

Carolin Flemming hat im Rahmen ihrer Bachelorarbeit mit dem Titel ‚Was weiß das Ruhrgebiet über Sprachentwicklungsstörungen?‘ Ergebnisse einer Befragung zum Thema Sprachentwicklungsstörungen von Passanten in der Fußgängerzone in Bochum, Dortmund und Essen vorgestellt. Sie kam zu dem Fazit, dass auch im Ruhrgebiet noch Ausklärungsbedarf zu dem Thema besteht.

Mara Kühle (Absolventin, 2019) stelle Ihre Bachelorarbeit mit dem Titel ‘Konzept zur Prävention gegen soziale Ausgrenzung von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen in der Grundschule‘ im Rahmen eines wissenschaftlichen Posters vor. Mara Kühle: "Meine erste Postersession war eine tolle Erfahrung. Trotz der digitalen Umsetzung gab es die Möglichkeit mit Interessierten in persönlichen Kontakt zu treten, wodurch sich spannende Gespräche ergeben haben."

Andrea Dohmen moderierte gemeinsam mit Prof. Dr. Susanne Vogt aus Idstein die Arbeitsgruppe zum Thema ‘Das Potenzial von Gesten und Gebärden zur Förderung und Therapie von Sprache und Kommunikation‘. „Ich freue mich über die lebhaften Diskussionen wie man Gesten effektiv zur Unterstützung von Kindern mit Sprachauffälligkeiten in unterschiedlichen Altersgruppen einsetzen kann und die positive Resonanz auf unsere Arbeitsgruppe“, sagte Dohmen.

Auch die hsg-Absolventin Frederike Steinke nahmen der Arbeitsgruppe teil. Sie beschäftigte sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Einsatz von Gesten in der Therapie von zwei- bis dreijährigen Kindern mit eingeschränktem Wortschatz (sogenannte Late Talker / „späte Sprecher“) mit dem Ziel die Wortschatzerweiterung effektiver zu gestalten. Frederike Steinke resümiert: „Die Vorträge der ISES waren super vielfältig und spannend! Es hat einfach Spaß gemacht, kurze Einblicke in aktuelle Forschungsfelder zu bekommen. Dadurch ist mir wieder viel mehr bewusstgeworden, in wie vielen Bereichen geforscht wird und wie wichtig die gewonnenen Erkenntnisse sind, damit wir als Logopädinnen gute Arbeit leisten und die Behandlung unserer Patienten noch gewinnbringender gestalten können.“

Die Tagung findet alle zwei Jahre statt und dient dem internationalen fachlichen Austausch der Wissenschaftsdisziplinen, die zum Sprach- und Kommunikationserwerb forschen. So prägt seit 2019 der Austausch zur Terminologie und Definition von Sprachentwicklungsstörungen in deutschsprachigen Ländern den wissenschaftlichen Diskurs. Von der GISKID wurde hierzu eine Steuerungsgruppe gegründet, der Andrea Dohmen angehört.

Die Debatte entstammt ursprünglich aus Großbritannien, deren Initiatorin Prof. Dorothy Bishop von der University of Oxford zunächst bei der diesjährigen ISES einen Impulsvortrag für die deutschsprachige Fachgesellschaft hielt. Daraufhin wurden erste Ergebnisse der Diskussionen der Steuerungsgruppe der GISKID vorgestellt und das weitere Vorgehen wurde definiert. Ziel ist, die Terminologie zur Sprachentwicklungsstörung, die sich ebenfalls auf die Kommunikation der Kinder bezieht, zu vereinheitlichen.

Autor:

Christiane Dr. Krüger aus Bochum

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