Basketball: AstroStars gelingt die Sensation: 72:70-Sieg beim Südmeister Hanau

Bochums Basketballes ließen nach dem sensationellen Sieg in Hanau ihrem Jubel freien Lauf. | Foto: Gundula Diehr
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Die VfL AstroStars Bochum haben in der ersten Runde der Play-Offs der 2. Liga Pro B für eine Sensation gesorgt und den Südmeister Hanau White Whings nach einer dramatischen Partie durch einen Buzzerbeater von Chartrael Hall mit 72:70 in eigener Halle bezwungen. Gegen die hochfavorisierten Hessen neutralisierten die Bochumer einen Zehn-Punkte-Rückstand drei Minuten vor dem Ende und gingen – angetrieben vom mitgereisten Fanclub und mit unbändigem Siegeswillen – durch eine 14:2-Endspurt doch noch als Sieger vom Spielfeld.

Vor offiziell 917 Zuschauern in der Main-Kinzig-Halle führte der Südmeister begünstigt durch Bochumer Ballverluste schnell mit 5:0. Nach dem ersten Korberfolg durch Ryon Howard demonstrierte der VfL das erste Mal, dass er nicht als Staffage an den Main gereist war und übernahm mit 10:5 (5.) die Führung. Die Gastgeber blieben jedoch vor allem über den starken Marco Völler, Sohn des ehemaligen DFB-Nationalcoach Rudi Völler, im Spiel und es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Cham Korbi hatte eine starke Phase und Felix Wenningkamp brachte per Dreier den VfL wieder mit 19:17 in Führung, die Hanaus Amerikaner Clayton Vette jedoch noch ausgleichen konnte.

Führung zur Pause

Am Spielverlauf änderte sich auch im zweiten Durchgang zunächst nichts. Die Bochumer agierten weiter defensiv variabel mit einer Zonenpresse und ließen sich nicht abschütteln. Nach Dreiern von Jan Möhring und dem stark verbesserten Kendrick Easley führte man mit 26:29 und hatte nach Felix Wenningkamps Treffer zum 33:28 und Ballbesitz sogar die Möglichkeit sich leicht abzusetzen. Doch der Ball fiel trotz drei Wurfversuchen nicht in den Korb und der anschließende Fastbreak der Hanauer konnte von Felix Wenningkamp nur auf Kosten eines unsportlichen Fouls gestoppt werden. Die White Wings verkürzten noch auf 32:33, konnten aber an der Halbzeitführung des Teams aus dem Ruhrgebiet nichts mehr ändern.

Nach der Pause erwartete man nun den Sturmlauf der Gastgeber. Doch der VfL erwies sich weiter als unangenehm und widerstandsfähig. Es dauerte bis zur 25. Minute, bevor die Gastgeber erstmals mit 43:38 einen kleineren Vorsprung erarbeitet hatten. Julius Dücker traf einen wichtigen Dreier zum 45:42 genauso wie Cham Korbi wenig später zum 48:45. Hanau versuchte weiter, sich mit Macht abzusetzen und ging mit 53:45 in Führung, doch nach einem unsportlichen Foul von Stoimir Ivandic verwandelte Kendrick Easley zwei Freiwürfe zum 53:47. Zwei weitere Easley-Treffer von der Linie brachten den VfL beim Stand von 53:49 nach drei Vierteln wieder auf Schlagdistanz.

Ryon Howard brachte AstoStars wieder heran

Die ersten Minuten des Schlussabschnittes gehörten dann Bochums Ryon Howard. Der New Yorker erzielte acht Punkte, darunter einen krachenden Dunking. Die Fans sangen vom „Howard Wonderland“ und der VfL war auf 58:57 heran gekommen. Doch für eine kurze Zeit verließ die AstroStars das Wurfglück. Gut herausgespielte Drei-Punkte-Versuche von Jan Möhring, Felix Wenningkamp und Kendrick Easley wollten nicht fallen, während die White Wings verbissen die Entscheidung vor allem über Marco Völler suchten. Beim Stand von 68:58 in der 38. Minute schien die Entscheidung gefallen und bei den heimischen Fans machte sich Zuversicht breit.

Klasse Bochumer Defense

Doch die AstroStars hatten vor allem in Person von Chartrael Hall noch eine Antwort. Hall traf für Drei zum 68:61 und legte wenig später Julius Dücker auf zum 68:63. Die Bochumer verteidigten jetzt auf unglaublich hohem Niveau und ließen nichts mehr zu. Ryon Howard verkürzte per Fastbreak auf 68:65, nur wenig später versenkte Chartrael Hall sicher zwei Freiwürfe zum 68:67. Eine Unaufmerksamkeit in der Bochumer Verteidigung gestattete Anish Sharda einen einfachen Korbleger zum 70:67. Es folgte der Auftritt von Jan Möhring, der eiskalt unter Druck einen Dreier zum 70:70 bei 29 Sekunden Restspielzeit einnetzte. Man konnte förmlich spüren, wie die Nervosität in die Main-Kinzig-Halle kroch. Auszeit Hanau.

Die Gastgeber suchten nun die Entscheidung über ihren besten Akteur Marco Völler. Doch Ryon Howard und Chartrael Hall eroberten in gemeinsamer Arbeit den Ball. Elf Sekunden verblieben Chartrael Hall, der die Zeit genau runterspielte, dann energisch zum Korb zog und den Ball über die langen Hanauer hinweg auf dem Weg zum Korb brachte. Dort tanzte er noch mal auf dem Ring um dann zum Jubel der Bochumer in den Korb zu fallen. Die Sensation des ersten Play-Off-Spieltages war perfekt. Was folgte, waren ausgelassen feiernde Bochumer, die sich mit Humba und dem Fanclub auf das zweite Play-Off-Spiel am Samstag, 22. März, um 18.30 Uhr vor heimischem Publikum in der Rundsporthalle am Stadionring einstimmten.

VfL: Easley (9/1), Wenningkamp (7/1), Howard (16), Möhring (6/2), Dücker (9/2), Hall (12/1), Kortmann, Korbi (13/1) und Bals

Quelle: AstroStars

Autor:

Andrea Schröder aus Bochum

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