VfL Bochum morgen im Ruhrpott-Derby
"Die Freude muss zu spüren sein!"

Im Hinspiel traf Sebastian Polter per Elfmeter gegen den BVB.  | Foto: Stephan Schütze
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  • Im Hinspiel traf Sebastian Polter per Elfmeter gegen den BVB.
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Ein Ruhrpott-Derby vor 81.000 Zuschauern - auf den VfL Bochum wartet an diesem Samstag (30. April, 15.30 Uhr) bei Borussia Dortmund ein ganz besonderes Spiel. "Nervosität vorher darf sein, aber mit dem Anpfiff sollte das Staunen vorbei sein", hofft Thomas Reis. "Es ist Freude pur, dass wir dieses Derby haben."

Von Dietmar Nolte

Nach drei Spielen ohne Sieg will der VfL ausgerechnet in Dortmund in die Erfolgsspur zurückkehren - und im Optimalfall aus eigener Kraft schon drei Spieltage vor Saisonende endlich auch den Klassenerhalt perfekt machen. "Dazu müssen wir aber ein anderes Gesicht zeigen als zuletzt", fordert Thomas Reis. "Wir haben eine kleine Delle, aber die wollen wir wieder ausbeulen."
Gerade bei der Heimpleite gegen Augsburg sei eine gewisse Verkrampfung zu spüren gewesen: "Das war nicht die Art, wie wir bisher aufgetreten sind. Wir wollten, aber wir konnten nicht." Darum hat der Trainer jetzt auch einen klaren Auftrag an seine Mannschaft, wenn es nach Dortmund geht, wohin auch über 8.000 eigene Fans den VfL begleiten werden: "Wir spielen jetzt gegen die Gelbe Wand, aber wir haben genug Blaue im Rücken. Diese Kulisse muss einfach Spaß machen! Und diese Freude muss auf dem Platz zu spüren sein."
Auf der anderen Seite will der VfL der Borussia die Freude am Spiel am liebsten ganz schnell verderben. "Wenn du spielerisch unterlegen bist, musst du dem Gegner mit gesunder Zweikampfhärte den Spaß nehmen und zeigen, dass es für sie nicht so einfach wird", fordert Reis eine gute Grundaggressivität - "das hat uns in 29 von 31 Spielen bisher auch ausgezeichnet".

Viel Lob für den BVB

Dass Borussia Dortmund in diesem Duell "Goliath gegen David" (Reis) viele Vorteile auf seiner Seite hat, steht für den Bochumer Coach außer Frage. Er bescheinigt dem Gegner ein Riesentempo, eine Riesenqualität im Passspiel und ein tolles Umschaltspiel. Thomas Reis hat aber auch Schwächen bei den Schwarz-Gelben ausgemacht: "Sie haben die zweitmeisten Konter-Gegentore kassiert."
Wie der VfL dieser Gemengelage personell begegnen will, hat sich der Trainer bewusst noch offen gelassen . Klar ist lediglich, dass mit dem gesperrten Konstantinos Stafylidis und dem angeschlagenen Danilo Soares gleich zwei Linksverteidiger ausfallen. Ob nun Maxim Leitsch auf die linke Seite und dafür Erhan Masovic in die Innenverteidigung rückt oder Herbert Bockhorn positionsgetreu Soares ersetzt, "werden wir noch abwägen", so Reis im Vorfeld. Und auch beim Blick auf die offensive Außenbahn blieb er zunächst im Vagen. Christopher Antwi-Adjei etwa sei seit der Rückkehr von der Nationalelf-Reise zuletzt noch nicht richtig in Tritt gekommen, aber trotzdem ebenso wie Gerrit Holtmann und Takuma Asano eine Option für die Startelf. "Wir müssen auf den Außenbahnen in beide Richtungen gut funktionieren. Die Frage ist auch, wer gedanklich am fittesten ist", meint der Trainer.
Eines aber gelte für das Derby auch mit Blick auf das "Wunder" vom Klassenerhalt in jedem Fall: "Wir können es uns nicht leisten, mit angezogener Handbremse zu spielen. Wir haben nach wie vor ein Riesenziel vor Augen und da lohnt es sich zu kämpfen!"

Autor:

Sabine Beisken-Hengge aus Essen-Ruhr

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