Zuversicht beim Neujahrsempfang der Bürgerstiftung
Hoffnung auf goldenes Jahrzehnt

Helmut Julius, Vorsitzender des Vorstands der Bürgerstiftung, erinnerte in seiner Begrüßungsrede an die Verdienste von Harald Lubina. Fotos: Kappi
  • Helmut Julius, Vorsitzender des Vorstands der Bürgerstiftung, erinnerte in seiner Begrüßungsrede an die Verdienste von Harald Lubina. Fotos: Kappi
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Den Zusammenhalt der Bottroper Stadtgesellschaft lobte Oberbürgermeister Bernd Tischler beim Neujahrsempfang der Bürgerstiftung. Dies sei die Grundlage, die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen.

Die Bürger könnten die Stadt mitgestalten, sagte er beim diesjährigen Empfang, der im Möbelhaus Ostermann stattgefunden hat. Als Beispiel hierfür nannte er die Bürgerstiftung. Sie sei ein Paradebeispiel dafür „Bottrop noch liebens- und lebenswerter zu machen“. Initiator der Bürgerstiftung war Harald Lubina, der im vergangenen Frühjahr gestorben ist. „Unermüdlich sammelte er Spenden und warb um Zuwendungen“, so Tischler. Mit dem Geld sorgen die Vorstands- und Kuratoriumsmitgliedern der Bürgerstiftung heute für finanzielle Unterstützung, wo sie gebraucht wird. Auch Helmut Julius, Vorsitzender des Vorstands der Bürgerstiftung, erinnerte in seiner Begrüßungsrede an die Verdienste von Harald Lubina.

Harald Lubina initiierte 2001 den Förderverein Jahnstation, um die Sportanlage wieder zu einer Wettkampfstätte um- und auszubauen. „Sein Engagement hat dazu beigetragen, dass Bottrop heute im Besitz einer Sportanlage ist, die nationalen und internationalen Anforderungen entspricht“, sagte Oberbürgermeister Tischler. Als prägende Figur der Bottroper Stadtgeschichte soll ihm künftig der Harald-Lubina-Weg am Jahnstadion ein wertschätzendes Andenken ermöglichen, kündigt Tischler an.
Bottrop präsentiert sich mit InnovationCity und der Hochschule Ruhr West als Modellstadt des erfolgreichen Wandels. „Wir haben viele neue Arbeitsplätze geschaffen und neue Unternehmer in die Stadt geholt“, sagte der Oberbürgermeister. Vergleichsweise niedrige Arbeitslosenzahlen und Verschuldung böten einen guten wirtschaftlichen Rahmen. Die ehemaligen Bergbauflächen beinhalteten riesige Potentiale. „Hier entwickeln wir neue Grünanlagen und Parks, wir bauen neue moderne Wohnungen und siedeln Betriebe an“, erläutert er die Zukunftspläne.

Neues wird geschaffen

Für die Innenstadt ist Bernd Tischler optimistisch. Das Hansa-Center werde renoviert. Es werde viel investiert und Neues geschaffen. Tischler nannte als Beispiele die Gladbecker Straße mit der Gastro-Meile, die Kirchhellener Straße, das Trapez, das zu einer „grünen Oase“ umgebaut wird, und die Althoff-Arcaden mit Hotel, Fitnessstudio und neuen Geschäften.

Einen besonderen Fokus will der Oberbürgermeister auf mehr Sauberkeit und Sicherheit im ganzen Stadtgebiet legen. Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst haben bereits in den vergangenen Wochen gemeinsame Kontrollen am ZOB durchgeführt. „Ich würde mir wünschen, dass dies seitens der Polizei in Zukunft häufiger erfolgt. Auch wir werden unseren Teil beitragen und den Ordnungsdienst personell aufstocken“, so der Oberbürgermeister. Zu einer Verbesserung der Sicherheit werden außerdem der Neubau der Feuerwache in Kirchhellen und der Hauptwache an der Hans-Sachs-Straße beitragen.

Für die Kultur werden in Bottrop neue Maßstäbe gesetzt. Kulturzentrum und Stadtbibliothek werden erweitert. Gemeinsam mit dem Anbau am Museum Quadrat werden insgesamt 17 Millionen Euro in Kunst und Kultur investiert.

Junge Menschen bekommen in diesem Jahr ein neues Mitmachangebot. „Erstmals in der Bottroper Geschichte erhalten sie ein eigenes, demokratisch gewähltes Jugendparlament und können sich darüber intensiv in Entscheidungsprozesse einbringen“, so Tischler.

Rund 70 Millionen Euro werden in diesem Jahr in die Sanierung von Kanälen, Straßen, Brücken und Radwegen investiert. Bernd Tischler sieht Bottrop weiterhin auf einer Erfolgsspur. An seine Zuhörer appelliert er mit Verweis auf die 1920er Jahre: „Ich lade Sie ein, sich weiterhin einzubringen. Dann kann es uns gelingen, ebenfalls ein ‚goldenes‘ Jahrzehnt für unsere Stadt zu gestalten.“

Autor:

Judith Schmitz aus Bottrop

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