Männer Quartett 1881 im Frühjahrskonzert

Männer Quartett im Rausch
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„Süß` Liebe liebt den Mai“

Auch wenn der Wonnemonat Mai aus Sicht der Wechselhaftigkeit etwas zu wünschen übrig ließ, war gerade das der richtige Ansporn für die Sänger des Männer Quartetts 1881, sich von der besten Seite zu zeigen.
Das gelang auch wieder einmal ganz großartig, denn nach den intensiven Vorbereitungen und anstrengenden Zusatzproben konnte es ja nur ein erfolgreiches Frühlingskonzert werden.
Im Lichthof des Berufskolleg Bottrop lieferten am 06. Mai 2012 das Männer Quartett 1881 mit ihren geladenen Künstlern einen Strauß von Frühlingsgefühlen ab, dass einem echt warm ums Herz werden konnte.
Das bunte Konzertprogramm wurde von Chordirektor Axel Quast zusammengestellt, der auch immer für eine Überraschung gut ist.
Denn unter seiner Gesamtleitung wurde diesmal ein kleines Experiment gewagt, das uns in die unterschiedlichsten Musikwelten entführte.
Für uns als Chorgemeinschaft wurde es jedenfalls eine sehr gelungene Angelegenheit, was die Zuhörer auch mit heller Begeisterung bestätigten.

Dies würdigte auch die WAZ in ihrem Artikel, die von einem Programm der starken Kontraste sprach und die qualitativ hoch stehenden Gäste lobten, die die musikalischen Kulturwelten gekonnt durchwanderten.
Ob es die chorischen Ausflüge in das schwierige Terrain der Opern und Operetten waren wie Wagners „Der fliegende Holländer“ oder Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ sowie Millöckers „Der Bettelstudent“, alles wurde wie auch die „a capella“ Stücke hervorragend gemeistert.

Doch was uns dann das temperamentvolle Trio „Wildes Holz“ aufs Parkett legte, konnte niemand im Vorfeld erahnen und übertraf somit alle Erwartungen.
Mit ihren beschwingten Showeinlagen und dem breiten Repertoire von Lady Gaga über AC/DC bis zu panflötenartigen Ohrwürmern zogen sie die Zuschauer in ihrem Bann.
Es war ein einzigartiges Zusammenspiel zwischen gekonnter Gitarre, temperamentvollen Kontrabass und die faszinierende Klangwelt der Blockflöte, die Tobias Reisig, teilweise auch auf 2 Flöten gleichzeitig spielend, darboten.
„Die Vögel singen Tilirililei“, hieß es im Mailied, wenn allerdings die Vögelchen gehört hätten, welch virtuosen Klänge einer Blockflöte zu entlocken sind, wären sie neidisch direkt zum Üben in den Süden geflogen.
So brachte uns das Trio nicht nur die Flötentöne bei, sondern die 3 Solisten vom „Wilden Holz“ unterstützen auch mit einem Teil ihrer Honorareinnahmen seit vielen Jahren soziale Aufforstungsprojekte in Mittelamerika.
Wenn sie jedoch weiterhin wie ein Wirbelwind über die Bühne fegen und ihre Holzinstrumente derart bearbeiteten, muss man sich über Erhalt und Lebensdauer der Instrumente echt Sorgen machen.
Das Publikum war von diesem außergewöhnlichen Feuerwerk jedenfalls mehr als begeistert und forderte natürlich eine Zugabe.

Lobend erwähnen muss man natürlich auch den meisterlichen Einsatz des geschätzten Pianisten Dirk Wedmann, der uns nicht nur am Klavier hervorragend begleitete, sondern uns auch die berühmte „Sonate c-moll op. 13“ von Ludwig von Beethoven erleben ließ.
Ein wirklich grandioser Musiker, der in seiner einfühlsamen aber bestimmenden Art immer die Übersicht behält und bestimmt nicht das letzte Mal bei uns brillieren durfte.
Einen ebenso hervorragenden Eindruck hinterließ die charmante Moderatorin Frau Annika Mergehenn, die gekonnt durch das vielseitige Programm führte.
In ihrer lockeren, aber sehr informativen Art verschaffte Sie den Zuhörern einen perfekten Überblick und machte in jeder Beziehung eine gute Figur.

Nicht schlechter sahen auch die Sänger beim letzten Trinklied der Studenten aus, als aus fast 60 trockenen Männerkehlen das „Trink uns zu“ erklang und die hochgereckten Becher den Besuchern zuprosteten.
Leider waren diese aber leer, was der Chorleiter geschickterweise vorher nicht gesagt hatte.
Doch gab es ja nach dem gelungenen Konzert die Gelegenheit, dies wieder gut zu machen.

Als fulminante Zugabe brachte das Männer Quartett 1881 Bottrop e.V. aus der Filmmusik von 1492 das bekannte „Conquest of Paradise“.
Ein wirklich echt beeindruckendes Stück, das auch der Boxer Henri Maske beim Einmarsch in den Ring bei der Weltmeisterschaft benutzte.
Auch für den Chor war es ein glatter Sieg nach Punkten und bei vielen Konzertbesuchern lief sogar ein kalter Schauer über den Rücken.
Somit konnten sich die Chorgemeinschaft und die mit Blumensträußen beladenen Künstler auch ganz beruhigt von dem zufriedenen Publikum verabschieden.

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