Byebye Schokopudel

Gestern war der Tag der Schokolade. Sollte man nicht so eng sehen, finde ich. Jeder andere Tag tut es auch ...

Bei Schokolade fällt mir immer wieder meine kleine Cousine Sandra ein, wie sie im zarten Altern von drei, vier Jahren nur knapp dem Tod entkommen ist. Wegen eines Schokopudels. Der gehörte nämlich mir, und weil er in so wunderschönes, silbernes Papier eingewickelt war (Wieso eigentlich Silber? Bei nem Pudel? Wie doof ist das denn?) habe ich ihn nicht gegessen, sondern aufs Regal gestellt, um ihn zu bewundern.

So zartfühlend war meine Cousine nie. Schokolade ist zum essen da war ihr Motto, und so marschierte sie plötzlich mit dem abgepellten Köter um die Ecke. Nur der beherzte Hechtsprung meiner Mutter verhinderte, dass ich ihr die Strotte umdrehen konnte. 

Autor:

Judith Schmitz aus Bottrop

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