„EdSense“ startet neues Bildungsprojekt für Jedermann

Durch die Unterstützung des Bottroper Vereins „EdSense“ konnte in dem ugandischen Dorf Nakalya der erste Bauabschnitt eines Schulkomplexes fertig gestellt werden.
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  • Durch die Unterstützung des Bottroper Vereins „EdSense“ konnte in dem ugandischen Dorf Nakalya der erste Bauabschnitt eines Schulkomplexes fertig gestellt werden.
  • Foto: EdSense
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„Jeder hat besondere Talente, Wissen, Hobbys. Warum diese nicht mit anderen teilen? Expertenwissen schlummert überall.“ So beschreiben Sarah Sandi und Bartosz Wierbicki von „EdSense“ den Grundgedanken für das neue Projekt des Vereins, das am Dienstag an den Start geht.

„Lehrer für eine Stunde“ lautet der Titel. Ziel ist es, Bottroper für Bottroper zu aktivieren. Im Rahmen eines ein- bis mehrstündigen Treffens, das keinem starren Plan unterliegt, soll ein Austausch von Wissen und Können erfolgen - ehrenamtlich. „Wichtig ist uns dabei, das Prinzip ,Bildung von Jedermann für Jedermann‘. Alle denkbaren sozialen Gruppen sollen dabei sein“, sagt Bartosz Wierbicki. „Kinder, Senioren, Menschen mit Behinderungen, Migranten - alle sollen sich angesprochen fühlen.“

Das denkbare Themenspektrum der Veranstaltungen zeigt sich schon bei den beiden ersten Terminen: Am Dienstag, 15. Januar, referiert Heike Rex über „Die geheimnisvolle Welt der Demenz“. Die Diplom-Seniorenbetreuerin und ganzheitliche Gesundheitspraktikerin beschäftigt sich seit 20 Jahren intensiv mit dem Thema Demenz. Am Dienstag, 19. Februar, folgt die zweite Veranstaltung. Thomas Wurm lässt die Besucher dann an seinem Wissen teilhaben: „Über Blende und Belichtung - technische Grundlagen der digitalen Fotografie für Anfänger“. Beide Veranstaltungen finden ab 19.30 Uhr in den Räumen der Kirchengemeinde St. Peter, Scharnhölz-str. 291, statt. Die Teilnahme ist kostenlos, allerdings bitten die Organisatoren von „EdSense“ um eine freiwillige Spende, um die entstehenden Kosten zu decken.

Geplant ist es, „Lehrer für eine Stunde“ einmal pro Monat anzubieten. Hierfür sucht der Verein noch weitere Interessenten, die ihr Können und Wissen an andere weitergeben möchten. Wer Lust dazu hat, kann sich mit „EdSense“ unter Tel. 7823873 oder per e-mail info @edsense.de in Verbindung setzen. Mehr Infos gibt es auch auf der Internetseite des Vereins: www.edsense.de oder über facebook.

Vor sechs Jahren hat sich „EdSense - Verein zur Förderung der Bildungsentwicklung“ gegründet. Auslöser war damals ein Stadtspiegel-Bericht über einen jungen Bottroper, der für einige Monate in Uganda lebte und dort als Hilfslehrer an einer kleinen Schule tätig war.
Bartosz Wierbicki, eines der Gründungsmitglieder und noch immer im Vorstand von „EdSense“ tätig, baute im Laufe der Zeit die Kontakte nach Uganda aus. Nach mehreren Jahren der Vorbereitung konnte EdSense nun den ersten Bauabschnitt eines Schulkomplexes im Dorf Nakalya in Uganda fertig stellen. Zwei Vereinsmitglieder waren während der kompletten Projektlaufzeit vor Ort, um zu gewährleisten, dass die zur Verfügung stehenden Mittel bedarfsgerecht eingesetzt werden.

„EdSense setzt sich ein, indem Freiwillige und Mitarbeiter des Vereins vor Ort Unterstützung leisten, um der Bildungsentwicklung in der Region einen Nährboden zu geben“, erklärt Bartosz Wierbicki. „Unser Ziel in diesem Jahr ist der Schulbau für 200 Kinder im Dorf Nakalya.“ Zu diesem Zweck wurde dort im letzten Jahr Land gekauft. Die Bevölkerung wurde durch die Unterstützung von Priester Kibuuka für die Vorbereitung des Landes und den Bau der Schule sensibilisiert. „Mit Erfolg, dutzende Menschen haben sich bereit erklärt, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen und bereiten die Arbeiten auf dem Land vor“, ergänzt Sarah Sandi.

Autor:

Judith Schmitz aus Bottrop

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