Neues Christophorushaus ist bezogen
Erfolgreicher Kraftakt

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Die letzten Kartons sind ausgepackt, die Bilder aufgehängt und die Fernseher angeschlossen. Die Bewohner des Christophorus-Hauses im Fuhlenbrock und die Pflegekräfte haben den Umzug erfolgreich hinter sich gebracht. "Ich bin froh dass ich sagen kann: Wir sind drüben und alle sind gesund", seufzt Einrichtungsleiter Dirk Kuczera erleichtert.

"Das war alles von langer Hand geplant", erzählt Dirk Kuczera, und räumt ein: "In letzter Zeit habe ich nicht besonders viel geschlafen." Kein Wunder, mussten doch 49 Bewohner, unter ihnen zahlreiche Demenzkranke und auch Bettlägerige, sicher und möglichst reibungslos aus ihrem bisherigen Zuhause in das neue Gebäude gebracht werden. Ein großes Lob hat Kuczera dabei nicht nur für sein Team, sondern auch für die Angehörigen parat: "Alle haben wunderbar mitgeholfen."
Im Vorfeld habe es zahllose Gespräche gegeben. Wer möchte auf welcher Etage wohnen? Wer packt mit an? Welche Zimmernachbarn passen zusammen? Was kommt mit ins neue Heim, was kann in die Tonne? "Seit Dezember habe ich täglich Führungen gemacht, habe geplant und ausgemessen", erzählt der Einrichtungsleiter. Während der heißen Umzugsphase mussten beide Häuser zwei Tage lang gleichzeitig funktionieren. "Eine logistische Herausforderung."
Hell, modern und freundlich ist das neue Christophorushaus. Mit einem speziellen Farbkonzept und einprägsamen Namen für die vier Stationen macht es die Orientierung für die Bewohner einprägsam. Magenta steht für die Etage "Ruhrgebiet", Violett für "Bergbau", Grün natürlich für "Natur" und im obersten Stockwerk ist mit Gelb das "Sonnenlicht" beheimatet. Die Farben finden sich in Möbeln, Bildern, Vorhängen wieder.
Ein Umzug und die Anpassung an eine neue Umgebung ist speziell für Demenzkranke schwierig, und der Satz "einen alten Baum verpflanzt man nicht" hat schon seinen Grund. "Aber", sagt Dirk Kuczera, "ich habe immer wieder die gleichen Sätze gehört: Ein so helles und weitläufiges Haus - wunderbar." Rund 21 Quadratmeter groß sind die Einzelzimmer, in die jeder Bewohner auch ein paar liebgewonnene Möbelstücke und Bilder mitnehmen konnte. Die Bäder sind in schickem schwarz-weiß gehalten und natürlich ebenso barrierefrei wie das gesamte Haus. Jede Wohneinheit verfügt außerdem über einen Küchen-und Essbereich sowie über eine gemeinschaftliche Sitzecke.

Garten mit 550 Quadratmetern Größe

Hinter dem Haus wird zur Zeit der rund 550 Quadratmeter große Garten angelegt. Rasenflächen und Wege sind markiert, der Garten bekommt einen tartanähnlichen Wegebelag, der Stürze abfedert. Bänke laden zum Sitzen in der Sonne ein. "Das Gelände ist komplett weglaufgeschützt", erläutert Kuczera. Erinnerungsstücke an den Bergbau werden den Garten beleben, und wenn die Bewohner es möchten, könnten bald auch Hochbeete zum pflanzen und buddeln entstehen. "Das Haus muss jetzt wachsen", sagt Kuczera. "Die Feinjustierung kommt jetzt."
Für die Mitarbeiter gab es am letzten Umzugstag ein gemütliches Dankeschön-Beisammensein bei Pizza und einem kühlen Bier. Und sobald der Sommer sich blicken lässt, stehen die Türen des Christophorushauses bei einem bunten Einweihungsfest für alle Interessierten offen.

 Das neue Christophorushaus ist jetzt auf der Straße Im Beckram zu finden.
 Es verfügt über 51 Plätze.
 Der Neubau war notwendig geworden, da gesetzliche Vorschriften eine Einzelzimmerquote von 80 Prozent fordern.

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