Logbuch: Cinema Osama.

Bereits jetzt im Handel: Die Osama Bin Laden Actionfigur
  • Bereits jetzt im Handel: Die Osama Bin Laden Actionfigur
  • Foto: Quelle: http://www.flickr.com/photos/ckroberts61/447640072/
  • hochgeladen von Oliver Peters

Der Terrorfürst der Superlativen (Topterrorist, Megaterrorist, Überterrorist) Osama bin Laden ist tot. Normalerweise dauert es nach dem Absterben bekannter Gesichter nicht lange, bis sich irgendein geldgeiler Hollywood Produzent den Stoff unter den Nagel reißt, um daraus einen Film zu machen. Man kann davon ausgehen, dass die Schubladen bereits jetzt mit Konzepten noch und nöcher gefüllt sind. Hier eine kleine Auswahl.

1. No Country for Osama
Regie: Coen Brothers, Hauptrollen: George Clooney, Denzel Washington
Eine klassische Verwechslungsstory. Osama Ban Liden (George Clooney) will in die USA einreisen und wird dort an der Kontrolle einkassiert. Die ganze USA in Auffuhr! Endlich ist der Topterrorist gefasst. Das glaubt auch Barrack Obama (Denzel Washington) und besucht den vermeintlichen Staatsfeind Nummer 1 in seiner Zelle. Dort wird schnell klar, dass es den Falschen getroffen hat. Osama ist jedoch so wütend über die Festnahme, dass er kurzerhand Obama überwältigt und ihn mit seinen Klamotten einkleidet - sogar seinen Bart rasiert er ab und pappt ihn an seinen neuen Doppelgänger. Die Wachen holen den Pseudopräsidenten aus der Zelle und der neue Obama-Osama macht im weiteren Verlauf des Films lauter irre Dinge ... wie z.B. Crystal Meth rauchen, eine Bank überfallen und eine Runde bowlen.

2. Lost Osama Empire
Regie: David Lynch, Hauptrolle: Tilda Swinton
Der Film wird ein 180 Minuten Mindfuck, der viel vom Zuschauer abverlangt; Tilda Swinton ist in 32 verschiedenen Rollen zu sehen, wie sie den Terrormythos Osama Bin Laden aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Man sieht sie in der Rolle Osamas selbst (Respekt an den Maskenbildner), wie sie zu psychodelischen Soundgemischen Passagen aus der Bibel und dem Koran zu einem undeutlichen Sprachgewirr vermischt und lauthals vorträgt. Oft wird sie dadurch von dutzenden Killerhasen begleitet, die im Hintergrund das WTC auf- und abbauen. Der Film zeigt auch Momente der Kritik, wo Tilda Swinton sich in einem wütenden George W. Bush verwandelt, der seltsame Kinderlieder auf aggressive Art vorsingt. Dann der totale Cut. Dunkelheit. Man sieht eine Straße. Ein Auto kommt dem Zuschauer entgegen. Es hält. Tilda Swinton steigt aus und kommt auf uns zu. Sie bleibt stehen und zündet sich eine Zigarette an. "Enjoyed the Ride, Mr. Bin Laden?" fragt sie. Cut. Und wieder diese Häschen.
Verwirrend! Ein echter Lynch eben! Gefilmt in 3D.

3. Mein Terroristen-Schwiegervater, meine Braut und ich
Regie: Ben Stiller, Hauptrollen: Ben Stiller, Robert Downey Jr., Cameron Diaz, Hugh Heffner und 50 Cent
Eine Beziehungskomödie. Osama Bin Laden (Robert Downey Jr.) ist stinkesauer, weil sich seine Tochter Poppy (Cameron Diaz) für den amerikanischen Playboy ausziehen möchte. Dabei soll sie sich lieber in der heimischen Ausgabe "Burkaboy" abdrucken lassen. Es kommt zum Eklat und Osamas Tochter Poppy verlässt über Nacht das Land. In den Staaten angekommen, verliebt sie sich in den Taxifahrer Ben (Ben Stiller), der sie direkt in die Playboy-Mansion fährt. Hugh Heffner (als er selbst) empfängt sie triumphierend und bringt dank Poppy die auflagenstärkste Ausgabe ever heraus. Durch das Shooting wird Poppy zum Megastar und torkelt von Party zum Event zur nächsten Party. Dort trifft sie Sly (50 Cent), der sie mit Drogen rumkriegen will - was ihm auch gelingt. Daheim in der Terrorvilla in Pakistan bekommt Osama Bin Laden langsam Wind davon, dass seine Tochter sich derartig zur Schau stellt. Er schwört via Youtube ewige Rache und verbrennt dafür sogar einige US-Ausgaben des Playboys. Auch diese Videos gehen um die Welt ... bis Ben der Taxifahrer diese zufällig sieht. Er nimmt sich vor, Poppy aus dem Drogensumpf zu befreien, um sie vor allem Übel der Welt zu schützen. Also vor Sly und Osama. Das gelingt auch! Aber der Showdown soll an dieser Stelle nicht verraten werden; nebenbei der Hinweis: es gibt einen Gastauftritt von Arnold Schwarzenegger.

Autor:

Oliver Peters aus Dinslaken

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