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Kirmesgrusel mit Schlangen und Spinnen

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Wer sich vor Spinnen, Schlangen und anderem exotischen Getier fürchtet, sollte es auf der Martinikirmes, vom 4. bis zum 8. November, bei Popkorn, Lebkuchenherz und einer rasanten Fahrt auf einem der großen Fahrgeschäfte belassen.

Meiden sollten ängstliche Zeitgenossen auf jeden Fall das Laufgeschäft „Amazo-nas“, ein Mittelding aus Ge-schicklichkeitsparcours und Gruselkabinett. Statt Godzilla oder einem vergleichbaren Pappkameraden treffen die Besucher Vogelspinnen, Schlangen, andere Reptilien und blutrünstige Piranhas.

Das Amazonas ist erstmals in der Stadt und verspricht von Freitag, 4. November, bis einschließlich Dienstag, 8. November, auf 15 Ebenen und 135 Metern Wegstrecke, zwischen Wasserfällen und Hängebrücken, Urwaldfeeling, gewissermaßen schaurig schön. Garantiert ungefährlich, weil die Tierchen sich in Terrarien beziehungsweise in einem Aquarium befinden.

Neu auf der Martinikirmes ist auch das XXL, ein überdimensionaler Quirl, der seine Fahrgäste in 45 Metern Höhe wie auf einer sich selbst drehenden Schaukel durch die Luft wirbelt. Nicht weniger spektakulär ist der StarFlyer. Er gilt mit 55 Metern als größtes Kettenkarussell der Welt. Auch dieses Fahrgeschäft wird erst mal zu Martini aufgebaut.

Andere Attraktionen sind unter anderem das bayerische Kupferl, ein sich drehender Riesenkessel, und das bekannte Circus-Circus. Insgesamt mehr als 140 Schausteller beteiligen sich an der kalendarisch letzten Kirmes des Jahres am Niederrhein, die in ihrer gegenwärtigen Form so schnell nicht wieder stattfinden dürfte.

Voraussichtlich im kommenden Frühjahr wird mit dem Rückbau des ehemaligen Hertiehauses begonnen. Danach verwandeln sich Neutor- und Hans-Böckler-Platz in eine Großbaustelle. In etwa zwei Jahren soll die geplante Neutor-Galerie über beide innerstädtischen Plätze hinweg „in den Himmel wachsen“. Außerdem möchte die Stadt das Umfeld verändern: die Saarstraße, den Einmündungsbereich der Bahnstraße und den Platz am Neutor, der zwar als Parkfläche erhalten bleiben, aber durch mehr Grün aufgewertet werden soll. Wie die Kirmes ab 2012 in den Folgejahren aussehen wird, ist offen. Die organisierten Schausteller haben der ursprünglichen Absicht der Stadt, den Jahrmarkt zum Bärenkamp zu verlegen, die kalte Schulter gezeigt und sich für einen Verbleib in der Innenstadt ausgesprochen, dann in eingeschränkter Form. Darüber und über eine Alternative will die Verwaltung mit den Schaustellern noch einmal reden.

Geöffnet ist die Kirmes Freitag, Samstag und Dienstag jeweils von 14 bis 23 Uhr und Sonntag und Montag von 11 bis 23 Uhr. Die Martinikirmes wird am Freitag, 4. November, eröffnet.

Oldies unterhalten musikalisch. Toilettenanlagen gibt es am Neutorplatz und an der Ecke Saar-/Wiesenstraße sowie Am Rutenwall. Die Johanniter Unfallhilfe ist an der Hofstraße. Reduzierte Preise versprechen die Schausteller für den Familientag am Montag, 7. November. Zum Finale am Dienstag, 8. November gibt es um 21 Uhr Feuerwerk.
(Erschienen im Niederrhein Anzeiger KW 44/11)

Autor:

Caro Dai aus Essen-Werden

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