Unfallopfer bedankt sich bei Lebensrettern der Dorstener Feuerwehr
Emotionales Wiedersehen im Wulfener Gerätehaus

Birgit Broering und ihr Sohn Leon Broering stehen in der Mitte der Retter, bei dem Treffen im Wulfener Gerätehaus. Foto: Guido Bludau
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  • Birgit Broering und ihr Sohn Leon Broering stehen in der Mitte der Retter, bei dem Treffen im Wulfener Gerätehaus. Foto: Guido Bludau
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Dorsten. Es geschieht nicht ganz so oft, dass die Einsatzkräfte nach einem Einsatz etwas von den Geretteten erfahren oder sogar ein Dankeschön bekommen. Ein junger Mann, der nach einem schweren Verkehrsunfall von der Dorstener Feuerwehr aus einem zerstörten Transporter geholt worden ist, hat sich jetzt in aller Form für deren Einsatz bedankt. Genau das hat die Feuerleute, die an dem Einsatz im Juli 2019 dabei waren, vornehmlich freiwillige Brandschützern, sehr gefreut. Für Leon Broering, jetzt 23 Jahre alt, war es aber eine Herzensangelegenheit sich persönlich bei seinen Lebensrettern zu bedanken.

Corona bedingt konnte dies erst jetzt, über zwei Jahre nach dem schlimmen Unfall, der damals auf der B 58 zwischen Deuten und Wulfen passierte, geschehen.
Leon Broering war am 25. Juli, einer der heißtesten Tage des Jahres, mit einem Firmentransporter unterwegs zur Arbeit nach Marl. Aus ungeklärter Ursache kam das Fahrzeug dann plötzlich nach links von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Der junge Mann wurde schwer verletzt in dem Unfallwrack eingeklemmt. Neben Polizei und Rettungsdienst wurde damals auch die Feuerwehr Dorsten zu dem Unfall von der Kreisleitstelle alarmiert.
Aufgrund der örtlichen Nähe war der Löschzug Wulfen damals ersteintreffend und mit der gesamten Mannschaft voll im Einsatz eingebunden. Mit hydraulischen Rettungsgeräten der Wulfener Einheit wurde der junge Mann aus dem völlig zerstörten Fahrzeug recht aufwendig befreit, vom Rettungsdienst weiter behandelt und per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.
An den Unfall selbst fehlt ihm jede Erinnerung. Er wisse nichts mehr von dem Aufprall, von den Schmerzen, von der Rettung und dem Transport ins Krankenhaus, der Notarzt hat mich gut "abgeschossen", sagte er jetzt beim Wiedersehen im Wulfener Gerätehaus. Er wisse nur noch, „dass um mich herum sehr viele helfende Hände waren“.

Er wollte seine Retter gerne wiedersehen und sich persönlich bedanken

Er wollte seine Retter gerne wiedersehen und sich persönlich bedanken. Am vergangenen Wochenende war es dann endlich so weit. Nach über zwei Jahren vereinbarten Mutter Birgit Broering und ihr Sohn ein Termin mit einigen Rettern, die damals dabei waren. Als Dankeschön hatten die beiden Essen und Getränke mitgebracht, außerdem gibt es für die Fördervereine der Löschzüge noch eine kleine Geldspende. „Ich bin zwar nicht mehr der Alte wie vor dem Unfall, aber mittlerweile kann ich wieder alles machen. Ein Jahr nach dem Unfall konnte ich auch wieder zur Arbeit gehen. Demnächst habe ich noch eine letzte Operation, wo dann eine letzte Platte aus meinem Bein herauskommt“, berichtet Leon Broering. Und wo sie schon mal da waren, ließen sie sich die Fahrzeuge mit den modernen Rettungsgeräten der Wehr zeigen. Beide zeigten sich schwer beeindruckt von der Technik der freiwilligen Retter und auch von den Erzählungen zum damaligen Einsatz.
"Eigentlich haben die Frauen und Männer unseres Löschzuges gemeinsam mit weiteren Kräften aus Hervest 1 und Hauptwache nur unsere Arbeit gemacht", meint Löschzugführer Thomas Bösing und weiter: „Es kommt nicht allzu oft vor, dass wir nach einem Einsatz erfahren, wie es den Menschen geht und noch seltener erhalten wir ein Dankeschön in dieser Form. So ein Dankschön erwarten wir ja auch nicht, da wir Menschen gerne helfen, aber wenn es doch passiert ist es umso schöner und wir freuen uns alle sehr".

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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