Richtfest
Lembecker bauen den Heimathof weiter aus

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Lembeck. Historische Gebäude stecken voller Geschichte und Leben. Altes Holz lässt sie atmen. Sie sterben erst mit ihrem Abriss – nicht so beim alten Heimathof in Lembeck. Hier werden die Gebäude weitestgehend erhalten und restauriert. Das Holz von Abrissarbeiten historischer Bauten wird nach Möglichkeit wiederverwertet.

So feierte der Heimatverein jetzt mit den Oldtimerfreunden Lembeck das Richtfest eines weiteren historischen Bauwerks: einer Stallung. Auf einer Fläche von etwa 8 x 20 Metern steht nun mitten auf dem Heimathof ein neues Grundgerüst, wo vorher ein Speicher abgebrannt war.

Das neue Gebäude aus altem Schlag soll künftig für Geschäftsräume und als Archiv genutzt werden, sagte Heinz Haane, Koordinator des Baus. „Was genau da reinkommt, wird noch abgesprochen.“ Auf jeden Fall können sich Freunde alter Zeiten dann Oldtimer und historische Geräte aus der Landtechnik anschauen. Außerdem soll eine Küche mit Kamin und Kochherd entstehen. Auch der Dachstuhl ist neu. „Mit 15 Mann haben wir Pfannen geschleppt“, meinte Georg Bögel von den Oldtimerfreunden Lembeck. Ein Hof in Heiden restauriert gerade sein Dach – und fand in den Lembecker Oldtimerfreunden dankbare Abnehmer ihrer alten Dachpfannen. Die Balken wurden teilweise durch andere Abbauten ersetzt.

Die Erbauer nutzen für den Bau reines Eichenholz. Zum dritten Mal kommt das Eichenholz nun schon zum Einsatz, da es sehr robust ist. Erstmals wurde die Stallung um 1870/80 bei der Familie Oendorf in Lembeck aufgebaut. So war die Verbindung schnell geschaffen – und die Familie stellte das Holz für den Bau auf dem Heimathof zur Verfügung. „Die Fertigstellung steht noch in den Sternen“, meinte Haane weiter. Bis 2020 solle es auf jeden Fall stehen. Noch steht erstmal viel Arbeit an. Die Auflagen müssen erfüllt werden, sind strenger als früher. Zur Finanzierung ist beim NRW Heimat-Zeugnis, ein Heimatförderungsprogramm, ein Antrag gestellt worden.

Der vorzeitige Baubeginn wurde genehmigt, die offizielle Förderzusage solle im März erfolgen. Mit der Stallung ist das Werk vollendet. Vom Backhaus, über das Bienenhaus bis zum Getreidelager steht hier nun alles. Vor 25 Jahren hatten sie mit dem Muse-Schoppen, dem Kornspeicher, angefangen. Jetzt wurde gemeinsam der Richtbaum für das alte neue Gebäude aufgestellt. Frank Strock weihte dieses mit einem Trinkspruch ein. Pinnchen wurden zum Anstoß herumgereicht. Glas zersplitterte auf dem Boden, um der Fertigstellung Glück mit auf dem Weg zu geben. „Jetzt ist es komplett“, freuten sich alle Beteiligten – und verweilten noch eine Weile im Heimathof, ehe sie nach Hause gingen.

Text und Fotos: Marie-Therese Gewert

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