Der Leibhaftige kommt nach Dortmund und „Woran glaubst du?“

Paul Wallfisch (l.) und Kay Voges mit der Miniaturausgabe ihres Bühnenbildes
  • Paul Wallfisch (l.) und Kay Voges mit der Miniaturausgabe ihres Bühnenbildes
  • Foto: Der Westen
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Michail Bulgakow (1881-1940) war nicht nur einer der größten Satiriker der russischen Literatur, er war gleichzeitig auch ihr größter Kritiker. Unterdrückt durch die stalinistische Bürokratie und Zensur wurden seine Werke ab 1930 nicht mehr veröffentlicht. Trotz der starken Einschränkungen schrieb Bulgakow bis zu seinem Tod zahlreiche Romane und Erzählungen. Sein bekanntestes Werk ist der Roman „Der Meister und Margarita“, der von einigen Kritikern als bester russischer Roman des 20. Jahrhunderts bezeichnet wird. Ein klassischer Roman, der während der populären antiklassischen Strömung mit gleich zwei Werken korrespondiert: Mit Dantes „Göttliche Komödie“ und Goethes „Faust“.
„Der Meister und Margarita“ ist eine Abrechnung mit der menschlichen Welt in einem unglücklichen historischen Augenblick. Denn dort wo Unglück herrscht, ist der Teufel oft nicht weit... in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts erscheint der Teufel mit seinem Gefolge in Moskau und die Stadt steht Kopf. Bis auf zwei Menschen, den Meister und seine große Liebe, werden alle Opfer seiner bösen Streiche.
Schauspieldirektor Kay Voges und Musikdirektor Paul Wallfisch werden Bulgakows Jahrhundertroman als Theaterstück mit Livemusik für die dortmunder Schauspielbühne adaptieren. Die Premiere findet am 16. März 2012 um 19.30 Uhr statt und ist bereits restlos ausverkauft. Eine Tatsache die sich nicht nur mit dem Titel, sondern vielmehr mit der Umsetzung begründen lässt. Wallfisch hat die Musik eigens für das Stück komponiert und wird dieses mit seiner Band „Botanica“ live begleiten. Der dazugehörige Soundtrack „What do you believe in?“ ist seit Anfang März im Handel erhältlich. Auch Kay Voges Bühnenbild lässt die Neugierde steigen: „Jesus hängt mit Mikrofon am Kreuz und der Teufel singt mit“ (RN). Das Stück auf der Bühne umzusetzen ist eigentlich unmöglich, so Voges. Eine Grundlage die das Stück umso sehenswerter machen. Außerdem wird der Sprechchor des Theaters bereits zum zweiten Mal auf der Bühne zu sehen sein, diesmal in der Rolle der Frühlingsvollmondball-Besucher. Außergewöhnlich sind auch die Termine der Aufführungen. Da die Bandmitglieder von „Botanica“ aus Amerika angereist sind wird „Der Meister und Margarita“ en suite zu sehen sein. Nach der Premiere am 16. März folgen die Vorstellungen am 22., 23., 24. und 25. März. Karten sind noch im Vorverkauf und auf www.theaterdo.de erhältlich!

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