Aktionsplan gegen Rechtsextreme

Der „Dortmunder Aktionsplan gegen Rechtsextremismus“ ist erstellt. Nachdem sich der Verwaltungsvorstand in seiner letzten Sitzung damit befasste, wird er dem Rat der Stadt Dortmund im November zur Beschlussfassung vorgelegt.
Basierend auf der Analyse der Rechten Szene in Dortmund, durchgeführt vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld, ist ein umfassendes städtisches Handlungskonzept für Vielfalt, Toleranz und Demokratie in Dortmund erarbeitet worden.
In fünf Handlungsfeldern werden die Problemlagen benannt, Ziele festgelegt und ein entsprechender Maßnahmenkatalog entwickelt. Die Handlungsfelder sind der Bereich des „organisierten Rechtsextremismus in Dortmund“, die „Information und Aktivierung der Stadtgesellschaft“, „Institutionen und Akteursnetzwerke“ sowie „Stadtteilarbeit“ und „Schutz und Hilfe für von rechtsextremer Gewalt bedrohte und betroffene Menschen“.
Der Maßnahmekatalog bündelt zum einen die bestehenden Maßnahmen gegen Rechtsextremismus in der Stadt. Darüber hinaus beinhaltet er neu entwickelte gezielte Angeboten und Präventionsmaßnahmen.
Das Spektrum reicht von Beratungsangeboten für Jugendliche, Eltern und Pädagogen über die verstärkte Vernetzung und Unterstützung von Initiativen und Gruppen vor Ort bis hin zu verstärkten Aktionen im öffentlichen Raum.
So wird derzeit eine Beratungsstelle für Menschen, die von rechter Gewalt bedroht oder betroffen sind, aufgebaut. Sie wird gemeinsam mit dem Verein „Exit“ Aussteigerangebote entwickeln.
Der Aktionsplan ist Grundlage für die Aufnahme der Stadt Dortmund in das Bundesprogramm „Toleranz fördern - Kompetenzen stärken“. Hierdurch können, über die städtischen Finanzmittel hinaus, auch weitere Gelder für Projekte und Maßnahmen von Gruppen, Vereinen und Initiativen der Zivilgesellschaft zur Verfügung gestellt werden.
Bei der Entstehung des Plans sind die Akteure, die gegen Rechtsextremismus tätig sind, in einem intensiven Partizipationsprozess einbezogen worden. Der Prozess wurde mit Hilfe von gemeinsamen Workshops organisiert, in denen konstruktiv und zielgerichtet die Handlungs- und Problemfelder im Kampf gegen Rechtsextremismus festgelegt wurden.
Der Aktionsplan soll in den kommenden Jahren unter starker Beteiligung der Zivilgesellschaft analog der gesellschaftlichen Weiterentwicklungen fortgeschrieben werden.

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