Linke & Piraten: Schulsozialarbeit muss unbefristet gewährleistet werden

Detlef Strack, sachkundiger Bürger im Schulausschuss für die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN
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Konflikte oder Probleme in der Schule. Immer öfter werden in solchen Fällen Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter aktiv. An mittlerweile 92 Dortmunder Schulen – das ist mehr als jede zweite – gibt es diese wichtigen Fachkräfte. 160 Personen sind es nach einer Angabe der Stadt Dortmund insgesamt. Doch erst jetzt ist – nach einer Zusage des Landes NRW – die Finanzierung aller Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter bis Ende 2018 gesichert. „Endlich“, kommentierte Nursen Konak, die schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN zufrieden.

Doch die teilweise Kostenübernahme des Landes NRW (einen Teil der Kosten trägt ohnehin die Stadt Dortmund) bis Ende 2018 geht Nursen Konak und ihrem Parteifreund Detlef Strack – beide sind Mitglied im Schulausschuss – nicht weit genug. Sie fordern eine dauerhafte, unbefristete Übernahme der Kosten für die Schulsozialarbeit. Und zwar vom Bund.

Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN stimmte deshalb aus voller Überzeugung im Schulausschuss einem nahezu gleichlautenden Antrag der Grünen zu. Die Grünen fordern darin die Bundesregierung auf, eine ausreichende und vor allem auch dauerhafte Finanzierung der Schulsozialarbeit sicherzustellen. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen, auch von Nursen Konak und Detlef Strack.

Ein Erfolg dieses Antrages hätte für Dortmunder Schulen erfreuliche Konsequenzen. Denn die ständig neuerliche Befristung von 81 Stellen in der Schulsozialarbeit könnte dann zu den Akten gelegt werden. Die Beschäftigten in der Schulsozialarbeit könnten – wie vom Schulausschuss ebenfalls gefordert – unbefristete Arbeitsverträge erhalten.

Bislang wurde die komplette Kostenübernahme für eine befristete Weiterbeschäftigung der Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter durch die Stadt Dortmund garantiert. Dafür hat die Stadt Dortmund vorsichtshalber 2,6 Mio. Euro für das erste Halbjahr 2018 zurückgelegt. Jetzt muss sie davon nur noch ihren Eigenanteil übernehmen.

„Wir freuen uns, dass sich auch die Grünen und auch die SPD in Dortmund so für die Schulsozialarbeit einsetzen“, sagte Detlef Strack. Das Thema sei auch viel zu wichtig, um damit Parteipolitik zu machen. Dennoch sei seine Fraktion etwas irritiert. „Letztendlich kritisieren die Grünen und die SPD vor Ort mit ihren Forderungen im Schulausschuss doch ihre eigenen Leute in Land und Bund. Die Grünen stellen immerhin die Schulministerin. Und die SPD ist in Berlin an der Regierung beteiligt. Da könnte fast den Eindruck gewinnen, dass die Schulpolitiker in Düsseldorf und Berlin keine Ahnung davon haben, was ihre eigene Basis vor Ort für wichtig erachtet.“

Autor:

Claudia Behlau, DIE LINKE+ aus Dortmund-Ost

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