Umweltamt soll nun Lennhof-Grundwasser gründlich prüfen
"Drei Stempel" fürs Bauen

  Die Gebirgsstelze ist am renaturierten Rüpingsbach eingezogen. "Rettet das Lennhof-Biotop" sieht den Bach gefährdet.
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  • Die Gebirgsstelze ist am renaturierten Rüpingsbach eingezogen. "Rettet das Lennhof-Biotop" sieht den Bach gefährdet.
  • Foto: Bernd Stemmer
  • hochgeladen von Antje Geiß

Während sich die Emschergenossenschaft über neues Leben im und am renaturierten Rüpingsbach freut, etwa die Gebirgsstelze, die hier heimisch geworden ist, sieht die Bürgerinitiative "Rettet das Lennhof-Biotop" üble Gefahren durch kontaminiertes Grundwasser, das auf den Bach zusteuert.

"Das Umweltamt muss prüfen und die Bebauung verzögert sich natürlich", kommentiert Bezirksbürgermeister Hans Semmler die Entwicklung.
Bereits in der letzten Bezirksvertretungs-Sitzung war das Wasser, das ungehindert aus einem Bohrloch für die Bodenuntersuchung fließt, Thema. "Die Fachleute im Umweltamt befassen sich mit dem Thema", sieht Hans Semmler die Politik "erstmal raus".

Gründliche Prüfung notwendig

Die Bebauung aber müsse wasserdicht sein, sagt er und sieht sie durch die Einwände verzögert. "Da will jeder, der da mal bauen will, drei Stempel haben", beschreibt er die Notwendigkeit zur gründlichen Prüfung. Nicht so gravierend und kein Notfall sei allerdings die Gefahr durch das austretende Grundwasser.
Die Bürgerinitiative beauftragte indes ein weiteres Institut mit der Prüfung. Eine hohe Belastung des austretenden Grundwassers habe die nachgewiesen. Immer noch nicht verschlossen sei das Bohrloch. Das sei "angesichts des Zustandes des Bohrlochs besorgniserregend". Das Institut ivario.eu, habe Überschreitungen der Grenzwerte beim Eisengehalt festgestellt, die Grenzwerte von Keimen seien überschritten, um das 17.4-fache der Mangan-Gehalt und um das 7-fache der Aluminiumgehalt. Auf dem Wasser befinde sich ein schmieriger Film und aus dem Wasser entwichen Blasen.
Eine vollständige Wasseranlayse durch das Umweltamt, das sofortige Schließen des Bohrlochs und die Verhinderung von Kontaminierungen des Umfelds, wie etwa des Rüpingbachs, fordert die Initiative.

  Die Gebirgsstelze ist am renaturierten Rüpingsbach eingezogen. "Rettet das Lennhof-Biotop" sieht den Bach gefährdet.
Ungehindert fließt diffuses Wasser aus einem Bohrloch, das auf dem Lennhof-Gelände nicht verschlossen werden kann.

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