BVB-Heimspiele. Grüne fordern mehr Plätze für Rollstuhlfahrer

Signal-Iduna-Park: "Zu wenig Plätze für Rollstuhlfahrer", sagen die Grünen. | Foto: Stephan Schütze
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72 Plätze für Rollstuhlfahrer gibt es im Signal-Iduna-Park. "Zu wenig", sagt die Ratsfraktion der Grünen. Mindestens 800 Plätze müssen es nach Ansicht der Partei sein. In einem Antrag an das Behindertenpolitische Netzwerk setzen sich die Grünen jetzt für eine Ausweitung des Platzangebotes ein.

Barbara Blotenberg, Ratsmitglied der Grünen und Mitglied im Behindertenpolitischen Netzwerk: „Wir wollen, dass mehr Menschen mit Behinderung die Spiele des BVB live im Stadion verfolgen können. Borussia Dortmund ist bereits heute in den Bemühungen um blinde und sehbehinderte Fans sowie Fans mit geistiger Beeinträchtigung vorbildlich. Viele BVB-Fans, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, bleiben aber zurzeit aufgrund der mangelnden Plätze von einem Spielbesuch ausgeschlossen. Hier gibt es Handlungsbedarf.“

Zum Saisonauftakt der Fußball-Bundesliga habe der Behindertenbeauftragte des Landes NRW darauf aufmerksam gemacht, dass in vielen Bundesliga-Stadien keine ausreichenden Plätze für Rollstuhlfahrer zur Verfügung stehen. Laut Versammlungsstätten-Verordnung aber müsse ein Prozent aller Plätze für Rollstuhlfahrer reserviert sein, wenn die Gesamtkapazität über 5.000 Plätzen liege. "Im Signal-Iduna-Park wären demnach 800 barrierefreie Plätze zur Verfügung zu stellen", so Blotenberg.

Die Grünen haben jetzt beantragt, dass sich das Behindertenpolitische Netzwerk mit der Situation beschäftigt und die Verantwortlichen des BVB um ein Gespräch bittet. Blotenberg: "In einem solchen Gespräch sollte gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten gesucht werden, wie das Platzangebot für Rollstuhlfahrer ausgeweitet sowie die sonstige Stadionausstattung (z.B. Toiletten) für Menschen mit Behinderung verbessert werden kann. Ziel muss eine umfassende barrierefreie Gestaltung des Signal-Iduna-Parks sein.“

Der Antrag der Grünen soll am 6. September in der Sitzung des Behindertenpolitischen Netzwerks diskutiert werden.

Autor:

Peter J. Weigel aus Dortmund-Süd

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