AOK-Versorgungs-Report "Klima und Gesundheit"
Klimawandel hat Einfluss auf die Gesundheit

Klimaforscher befürchten heiße Zeiten: An Hitzetagen müssen immer mehr ältere Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.
  • Klimaforscher befürchten heiße Zeiten: An Hitzetagen müssen immer mehr ältere Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.
  • Foto: AOK/hfr.
  • hochgeladen von Holger Schmälzger

In Westfalen-Lippe müssen ältere Menschen künftig wohl häufiger an Hitzetagen ins Krankenhaus.

Der Versorgungs-Report "Klima und Gesundheit" des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt auf, wie stark der Klimawandel die Gesundheit der Menschen in Zukunft beeinträchtigen könnte.

Danach ist in Deutschland jeder vierte AOK-Versicherte über 65 Jahre überdurchschnittlich gefährdet, an Hitzetagen mit über 30 Grad Celsius gesundheitliche Probleme zu bekommen und deshalb ins Krankenhaus zu müssen. Besonders hitzegefährdet sind Menschen mit Demenz und Alzheimer sowie anderen Erkrankungen wie Niereninsuffizienz, Depressionen, Diabetes und chronischen Atemwegserkrankungen.

Belastung des Gesundheits- und Pflegesystems

In Westfalen-Lippe kam es im Jahre 2018 insgesamt zu 417 hitzebedingten Klinikeinweisungen je Million älterer AOK-Versicherter ab 65 Jahren. Damit liegt Westfalen-Lippe zwar 14,5 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 488 hitzebedingten Klinikeinweisungen. Doch wenn die Erderwärmung ungebremst voranschreitet und keine weiteren Maßnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen ergriffen werden, könnten sich die Werte künftig deutlich verschlechtern. „Das zeigt, wie wichtig es ist, Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen, um eine Belastung des Gesundheits- und Pflegesystems zu vermeiden. Darüber hinaus muss die Bevölkerung stärker über Risiken des Klimawandels informiert werden, um sich besser schützen zu können“, sagt AOK-Chef Tom Ackermann.

CO2-Fußabdruck weiter verbessern

Die AOK NORDWEST möchte in der Klimadiskussion mit guten Beispiel vorangehen und ihren CO2-Fußabdruck weiter verbessern. Die bereits eingeleiteten Maßnahmen sollen konsequent fortgesetzt werden. Dazu gehören eine nachhaltige Energieversorgung wie die Umstellung auf Grünstrom, die Verwendung von ökologischen und nachhaltigen Materialien in unterschiedlichen Feldern des Beschaffungsmanagements sowie der Ausbau der eMobilität bis hin zur Schaffung von mehr Sensibilität für ein klimafreundliches Verhalten in der Belegschaft. Auch im Kundenservice, bei der Prävention und im Vertragsbereich sollen Aspekte von Nachhaltigkeit und Klimaschutz künftig noch mehr Bedeutung haben.

Mehr Ratgeberbeiträge auch auf unserer Themenseite: Gesundheit in Dortmund

Autor:

Holger Schmälzger aus Dortmund-Süd

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