Über 100 km/h und rote Ampeln: Verfolgungsjagd in Hörde mit Hubschraubereinsatz

Nein, die folgenden Geschehnisse vom Sonntagabend (6.5.) entstammen nicht einer Krimiserie aus Los Angeles. Diese Verfolgungsjagd mit Streifenwagen und Polizeihubschraubereinsatz spielte sich in Dortmund-Hörde ab. Die irre Fahrt endete für einen Audi-Fahrer und seine Begleiter im Polizeigewahrsam.

Der weiße Audi fiel um 22.38 Uhr einem Streifenteam auf, als deren Streifenwagen verkehrsbedingt an der Einmündung Hörder Neumarkt / Gildenstraße halten musste. Genau in diesem Moment schoss ein weißer Wagen (später als Audi identifiziert) wie ein "Blitz" an dem Streifenwagen über die Gildenstraße in südlicher Richtung vorbei. Das Fahrzeug war so schnell, dass die Beamten den Fahrzeugtyp zunächst nicht erkennen konnten.

Drei polizeibekannte Verdächtige

Da der Fahrzeugführer, ob seiner gefahrenen Geschwindigkeit, offenkundigen Gesprächsbedarf in Richtung der Streifenwagenbesatzung signalisierte, wollten die Beamten diesem Wunsch dringend mittels einer Verkehrskontrolle nachkommen. Leider stellte sich diese Absicht zunächst als schwierig heraus, da der Audi so schnell auf der Gildenstraße unterwegs war, dass zunächst kein Sichtkontakt möglich war. Die Beamten schalteten daraufhin Blaulicht und Martinshorn ein.

Über 100 km/h und rote Ampel überfahren

Die Fahrt führte über die Wellinghofer Straße (der Tacho des Streifenwagens zeigte immer wieder über 100 km/h an) ohne Möglichkeit auf den Audi aufzuschließen. Erst vor der Kreuzung Wellinghofer Straße / An der Goymark / Brandeniusstraße / Zillestraße bestand erstmals näherer Sichtkontakt. Hier bog der Audi bei roter Ampel verbotswidrig nach rechts in die Zillestraße ab und der Abstand zum Streifenwagen wurde auf Grund der gefahrenen Geschwindigkeiten des Audis wieder größer.

Die Fahrt ging mit hoher Geschwindigkeit über die Zillestraße (wieder über rotzeigende Ampeln) weiter auf die Straße Holtbrügge. Von hier aus bog der Fahrzeugführer dann in den Zypressenweg ab. Hier stand der verlassene Audi kurz danach ohne Insassen mit Zündschlüssel im Zündschloss am Straßenrand. Im Auto fanden die Beamten Ausweispapiere von einem der Tatverdächtigen.

Mutmaßlicher Fahrer erst 19 Jahre alt

Während der Nahbereichsfahndung, in der auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt war, wurde der mutmaßliche Fahrzeugführer, ein 19-Jähriger aus Dortmund, auf einer Grünfläche mittels Wärmebildkamera aufgespürt. Die beiden anderen Insassen (18 und 22 Jahre alt aus Dortmund und Lünen) konnten, ebenfalls ganz in der Nähe, auf einem Feld festgenommen werden.

Bei einem der Tatverdächtigen fanden die Beamten in dessen Hosentasche eine vierstellige Bargeldsumme. Diese wurde von den Beamten zunächst sichergestellt, da die Eigentumsverhältnisse an der Summe nicht eindeutig geklärt werden konnten.

"Verdacht der Gefährdung des Straßenverkehrs"

Die drei polizeibekannten Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

Dem mutmaßlichen Fahrzeugführer droht eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs.

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