Baupläne empören Bewohner in Dortmunder Siedlungen

Siedlung Oespel Ackerweg
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Die Aufregung ist groß in zahlreichen Dortmunder Wohngebieten. Das, was in den beiden Oespeler Siedlungen aus den 30er- und 50er-Jahren geplant ist, sorgt bei den Bewohnern für ungläubiges Kopfschütteln.

Was regt die Bürger in den betroffenen Gebieten besonders auf? Was würde sich durch die geplanten Baumaßnahmen ändern?

In diesen Wohngebieten stehen heute Ein- oder auch Zweifamilienhäuser mit Vorgärten und an den Seiten bleibt genügend Platz für Stellplätze und Garagen. In den schmalen Straßen gibt es praktisch kaum weitere Möglichkeiten, PKWs abzustellen.

Geplant ist nun, die Einfamilienhäuser durch FÜNF-Familienhäuser zu ersetzen. Die Konsequenzen sind nach Meinung der Bewohner verheerend:

  • alle Vorgärten verschwinden (sollten die nicht besonders gefördert werden?) durch die Schaffung von Stellplätzen und Garagen vor und neben den Häusern
  • die Zahl der Fahrzeuge würde sich von ca. 190 auf etwa 950 erhöhen
  • da es keine weiteren Parkplätze gibt …, wo sollen diese zusätzlichen Autos parken?
  • der Verkehr in den Siedlungen würde sich entsprechend erhöhen, damit auch die Gefährdungslage auch für Fußgänger (Schulkinder haben nur schmale Bürgersteige zur Verfügung)
  • die ableitenden Verkehrswege (Hedwigstraße, Sonnenwendstraße und Am Oespeler Dorney) würden diesen stark zunehmenden Verkehr aufnehmen müssen
  • die weitere Versiegelung führt zu vermehrtem Anfall von Oberflächenwasser, das nicht versickern kann; es müsste durch die bereits oft überlastete Kanalisation abfließen
  • auch das zusätzlich anfallende Abwasser würde die Kanalisation zusätzlich belasten – dafür ist die Kanalisation nicht ausgelegt
  • die Hausbesitzer könnten auf Grund der zunehmenden Gefahren eine Elementarversicherung ggf. gar nicht mehr oder nur zu erheblich höheren Beiträgen abschließen
  • nicht zuletzt würde der Charakter der Siedlungen zerstört
  • diese Planung kann alle Dortmunder Siedlungen ähnlichen Zuschnitts betreffen

Hinzu kommt, dass gerade Oespel durch die bauliche Tätigkeit in den letzten Jahrzehnten erheblich gelitten hat. Als Beispiele werden der Indu-Park (der nie ein Einzelhandelspark werden sollte!) mit der Belastung der Borussiastraße und des Steinsweges, der S-Bahn-Bau auf Stelzen quer durch den Ort und die Zerstörung der Frischluftschneise für Dortmund im Weißen Feld von den Oespelern genannt.

Die Unterschriftenaktion zeigt eine fast 100-prozentige Ablehnung der geplanten Baumaßnahmen. Die Bezirksvertretung signalisierte ebenfalls die Ablehnung der Pläne. – Letztlich erhoffen sich die Einwohner auch die Unterstützung durch den Verband Wohneigentum (früher Siedlerbund), der in einer seiner letzten Schriften u. a. auf die große Bedeutung der naturnahen Vorgärten hingewiesen hat.

Damit die beiden Siedlungen in ihrer jetzigen Form mit den Ein- und Zweifamilienhäusern Bestand haben, werden die Bewohner eine Erhaltungssatzung für dieses Gebiet beantragen mit dem Ziel, die Erhaltung der städtebaulichen Eigenart dieses Gebiets aufgrund seiner städtebaulichen Gestalt zu gewährleisten.

Autor:

Gerhard Hötzel aus Dortmund-West

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