Neujahrsempfang der Graf Recke Stiftung
Digitaler Wandel: Kirche, Diakonie und Caritas wollen verantwortungsvoll mitgestalten

Von links: Pfarrer Markus Eisele - Theologischer Vorstand der Graf Recke Stiftung, Sabine Depew - Diözesan-Caritasdirektorin im Ruhrbistum Essen, Christian Sterzik - Projektkoordinator „Kirche im digitalen Wandel“ des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Petra Skodzig – Finanzvorstand der Graf Recke Stiftung
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  • Von links: Pfarrer Markus Eisele - Theologischer Vorstand der Graf Recke Stiftung, Sabine Depew - Diözesan-Caritasdirektorin im Ruhrbistum Essen, Christian Sterzik - Projektkoordinator „Kirche im digitalen Wandel“ des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Petra Skodzig – Finanzvorstand der Graf Recke Stiftung
  • Foto: Graf Recke Stiftung
  • hochgeladen von Kirstin von Schlabrendorf-Engelbracht

Unter dem Motto "Digitaler Wandel in Kirche und Diakonie" lud die Graf Recke Stiftung zum Neujahrsempfang am 1. Februar nach Düsseldorf-Wittlaer ein.

"Der Digitale Wandel ist nicht aufzuhalten. Auch wenn er menschengemacht ist, erscheint er wie eine Naturgewalt. Er macht unser Leben einfacher und anstrengender." So führte Finanzvorstand Petra Skodzig bei ihrer Begrüßung ins Thema des Neujahrsempfangs ein. Mit dem Digitalen Wandel mithalten wollen und müssen auch soziale Unternehmen. Deshalb hat sich die Stiftung 2019 das Jahresthema Digitaler Wandel auf die Fahnen geschrieben. Traditionell beschäftigt sich der Neujahrsempfang der Stiftung mit dem Jahresthema. Dazu waren zwei kompetente Referenten,  Christian Sterzik und Sabine Depew, in die Graf Recke Kirche in Wittlaer eingeladen.

Christian Sterzik koordiniert seit April 2018 das Projekt "Kirche im digitalen Wandel" des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sabine Depew ist seit 2017 Diözesan-Caritasdirektorin im Ruhrbistum Essen. Auch der Deutsche Caritasverband widmet seine Jahreskampagne 2019 unter dem Titel "Sozial braucht digital" der Digitalisierung.

Roter Faden aller Beiträge in der Graf Recke Kirche

Der Digitale Wandel ist eine Tatsache und nicht mehr aufzuhalten. Übereinstimmung aber auch hier: Es sollen die positiven Aspekte verantwortungsvoll genutzt werden. EKD-Ratsprojekt-Koordinator Christian Sterzik: "Online entstehen neue Formen digitaler christlicher Gemeinschaft. Im digitalen Zeitalter suchen viele Menschen zuerst auf Sozialen Medien nach spirituellen Angeboten – anonym und ohne jegliche Verpflichtung. Kirche will Menschen erreichen und sollte auch dort sein, wo die Menschen sind." 

"Wie können wir in Zeiten des digitalen Wandels eine menschengerechte Gesellschaft bleiben?", fragte Pfarrer Markus Eisele, Theologischer Vorstand der Graf Recke Stiftung, zuvor in seinem Impuls und lieferte die Antwort gleich mit: "Wir brauchen eine soziale Digitalisierung, die Menschen nicht ausschließt oder entmündigt, sondern alle am Fortschritt teilhaben lässt. Diakonie und Caritas müssen als größte private Arbeitgeberinnen im Land Verantwortung wahrnehmen und passende innovative Angebote entwickeln. Wir brauchen in den Arenen der digitalen Öffentlichkeit eine starke Stimme für die Marginalisierten, für die wir auch in Zeiten der Digitalisierung da sein wollen und werden." So betonte auch Caritas-Diözesandirektorin Sabine Depew: "Soziale Arbeit muss sich immer schneller an neue gesellschaftliche Entwicklungen anpassen, auch damit diejenigen nicht abgehängt werden, für die sie bessere Chancen und Zugänge erreichen will. Nichts tun oder draußen bleiben, ist unverantwortlich. Wir haben eine digitale Verantwortung. Auch, damit die Technologien nicht uns, sondern wir sie bestimmen."
 

"Keine noch so smarte Technik ersetzt Veranstaltungen wie diese."

Begleitet wurde der Neujahrsempfang auch in diesem Jahr von jungen und aufstrebenden Musikern: Die Violinistin Jiyoon Lee, 1. Konzertmeisterin der Staatskapelle Berlin, und der Pianist Ben Kim, der bereits in den Vorjahren zu Gast in der Graf Recke Kirche war, sorgten für die musikalischen Highlights des Empfangs, der fester Bestandteil des Kalenders der Graf Recke Stiftung ist. "Denn bei aller Digitalisierung bleibt der Austausch von Angesicht zu Angesicht wichtig", so Stiftungsvorstand Petra Skodzig, die ihrer Hoffnung Ausdruck verlieh: "Keine noch so smarte Technik ersetzt Veranstaltungen wie diese."

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