Gerresheims große Sankt Martins-Tradition

Auch das ist St. Martin in Gerresheim: Kinder der Evangelischen Kita Dreherstraße übergeben Bezirksvorsteher Hanno Bremer ihre Martinslaternen. Diese schmücken nun die Fenster des Gerresheimer Rathauses.
  • Auch das ist St. Martin in Gerresheim: Kinder der Evangelischen Kita Dreherstraße übergeben Bezirksvorsteher Hanno Bremer ihre Martinslaternen. Diese schmücken nun die Fenster des Gerresheimer Rathauses.
  • hochgeladen von Mark Zeller

Die Aktions-Gemeinschaft Martinus pflegt seit 40 Jahren das Martinsfest in Gerresheim. Von morgen an steht der Stadtteil ganz im Zeichen von „Määtes in Jerresheim“.

Das Martinsfest in Gerresheim beginnt am morgigen Donnerstag mit der Fackelausstellung in der Aula des Gymnasium Gerresheim, Am Poth 60. Vier Tage lang sind hier mehr als 1500 selbst gebastelte Fackeln von Kindern aus zehn Kindergärten und acht Grundschulen ausgestellt. Die Ausstellung wird eingerahmt von zwei ökumenischen Gottesdiensten für die Grundschulkinder, einem Weckmannessen als Dankeschön für die Sammler mit ihren Kindern, einem Seniorennachmittag, dem Martinsball (Samstag, 20 Uhr), einem Basar und dem Martinscafé.

Die zweite Woche des Gerresheimer Martinsfestes beginnt mit einer Aufführung der Mantelteilung und dem Singen von Martinsliedern in der Krankenhauskapelle des Gerresheimer Krankenhauses. Es folgen die beiden großen Martinszüge: Am Dienstag im südlichen – und am Donnerstag im nördlichen Gerresheim. Am Dienstag 13. November geht es los um 17 Uhr von der südlichen Quadenhofstraße. Die Mantelteilung findet statt auf dem Gemeindehof der Gustav-Adolf-Kirche. Zwei Tage später startet der traditionsreiche Fackelzug um 17 Uhr vom Gymnasium Gerresheim, Am Poth 60. Anschließend wird der Mantel auf dem Gerricusplatz geteilt.

Die Tradition des Gerresheimer Martinsfestes reicht bis in das achtzehnte Jahrhundert zurück. Damals zogen die Kinder aus dem alten Gerresheim zu den umliegenden Bauernhöfen und sangen dort ihre Heische- und Grippschelieder, um ein Stück Brot, Kuchen oder Obst zu bekommen.

Nach dem zweiten Weltkrieg setzte sich der Rektor der Katholischen Grundschule Stemmer für einen Neuanfang des Gerresheimer Martinsfestes ein und organisierte die ersten Martinsumzüge. Am 24. Februar 1972 wurde von Walter Aldefeld und Heinz Kreikenbaum, die „Aktions-Gemeinschaft Martinus“ gegründet.

Unter der Führung des 1977 zum Vorsitzenden gewählten Hans-Josef Dappen und unter der Mitwirkung von Gisbert Rath und Hans-Jörg Bongwald wuchs das Gerresheimer Martinsfest immer weiter. Waren es 1972 noch 250 Fackeln, so bastelten 1999 die Gerresheimer Kinder 1700 FackeIn für die Ausstellung.

In den 1980er Jahren komponierte und textete der damalige stellvertretende Vorsitzende Günter Bittermann das Gerresheimer Martinslied „Määtes in Jerresheim“. Es ist seitdem allen Kindern in Gerresheim bekannt und wird von ihnen gesungen, und es ist mittlerweile auch auf CD erschienen.

1999 übernahm Friedhelm Köhler den Vorsitz der AGM. Das Ziel des Vereins ist bis heute die Erhaltung und Pflege des Gerresheimer Martinsfestes und der damit verbundenen Martinszüge sowie eine Fackelausstellung mit anschließender Bescherung von Kindern und Bewohnern von Senioreneinrichtungen. Und das verfolgt die AGM mit Erfolg.

Mit mehr als 15.000 Besuchern und Teilnehmern feiert Gerresheim regelmäßig das größte Martinsfest in Düsseldorf. Doch die Grundidee von St. Martin findet hier nicht nur symbolisch ihre Fortsetzung: Die Aktions-Gemeinschaft Martinus kleidet Kinder aus bedürftigen Familien zur Weihnachtszeit ein.

Weitere Informationen und Kontakt zur AGM gibt es unter: www.sankt-martin-in-gerresheim.de .

Viele schöne Laternen-Bilder aus dem letzten Jahr finden Sie unter: http://www.lokalkompass.de/duesseldorf/leute/maeaetes-fackeln-in-gerresheim-d107329.html

Autor:

Mark Zeller aus Duisburg

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