Handwerker töten Vogel und ihre Nester in Hausfassaden

Quelle WZ

Düsseldorf, 9. Oktober 2018

In Düsseldorf wird leider immer wieder darüber berichtet, das Handwerker bei Arbeiten an Hausfassaden Nester von Vögeln verschließen.

„Nur“ zwei Beispiele:
2016 wurden an der Orsoyer Straße in Golzheim sämtlich Nester von Halsbandsittichen zugemauert. Anzeige wurde erstattet. Das Verfahren wurde dann eingestellt, denn man hätte nicht nachweisen können, dass die Papageienküken, die sich immer noch in den Löchern befunden hatten, durch den Bauschaum beeinträchtigt worden seien.

2018 wurden auf der Hallesche Straße in Gerresheim rund ein Dutzend Löcher in der Hausfassade, in denen seit rund zwei Jahren Spechte, Spatzen und Halsbandsittiche ihre Nester haben, verschlossen.

Deshalb wollen wir in der nächsten Ratsversammlung wissen, was die Verwaltung konkret unternommen wird, um diese Form von Tierquälerei und Tiertötungen im Vorfeld zu verhindern, was unternommen wird, wenn es trotzdem wieder zu Vorfällen dieser Art kam und ob z.B. mehr Personal im Außendienst beschäftigt werden müsste.

Torsten Lemmer, Ratsherr a.D. und Geschäftsführer der Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER: „Um Missverständnissen vorzubeugen, auch niemand von uns möchte, dass Vögel ihre Nester in unseren Hausfassaden bauen. Wenn aber ein Nest da ist, erwarten wir, dass entweder die Brutphase abgewartet wird oder die Vögel mit Nest so vorsichtig entfernt werden, dass eine weitere Aufzucht möglich ist. Was gar nicht geht ist, dass Handwerker mit Bauschaum die Nestlöcher verschließen und so unsere Mitgeschöpfe vorsätzlich ermordet werden.“

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