Jugendaktionsbündnis organisiert Kinder- und Jugenddemo gegen schmutzige Luft

Erik Stephan und Lukas Mielczarek bei den letzten Demovorbereitungen
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Drohen Fahrverbote für alte Dieselfahrzeuge? Werden Umrüstungen staatlich gefördert? Beim Thema Schadstoffe kommen die eigentlichen Leidtragenden eher selten zu Wort: Kinder und Jugendliche. Um das zu ändern organisiert ein Aktionsbündnis um den Düsseldorfer Jugendrat am Freitag eine Kinder- und Jugenddemo.

In der Landeshauptstadt werden seit geraumer Zeit an zahlreichen Straßen die EU-Grenzwerte des vor allem durch Dieselfahrzeuge ausgestoßenen Schadstoffes Stickoxid deutlich überschritten. Gerade für Kinder- und Jugendliche, die aufgrund ihrer sich noch entwickelnden Lungen langfristige Schäden davontragen können, bestehen gesundheitliche Gefahren. Viele Schulen und Kindergärten liegen an betroffenen, viel befahrenen Straßen.

Unter dem Motto „Saubere Luft ist Menschenrecht!“ ruft ein Aktionsbündnis bestehend aus einer Reihe von Jugendorganisationen nun zur Kinder- und Jugenddemo auf. Am Freitag, dem 02. November, werden ab 16 Uhr auf dem Schillerplatz rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.

Gesundheit von Kindern und Jugendlichen werde täglich riskiert

Der Demozug soll über die Dorotheenstraße führen, die mit einem Wert von 49 μg/
m³ (2014) einer der Schadstoffschwerpunkte in der Stadt ist. Gleichzeit befinden sich auf und in der Umgebung der Hauptverkehrsachse mehrere Schulen und Kitas, sodass zahlreiche Kinder und Jugendliche Tag für Tag mit den gesundheitsschädlichen Emissionen in Kontakt treten.

„Es kann nicht sein, dass die Gesundheit von uns Kindern und Jugendlichen Tag für Tag auf’s Spiel gesetzt wird“, so Lukas Mielczarek, Sprecher des Jugendrates. Kinder und Jugendliche würden sich im Schnitt länger als Erwachsene draußen aufhalten und seien deshalb besonders akut Smog ausgesetzt. Deshalb wolle man ein klares Zeichen an die Politik setzen und deutlich machen, dass eine falsche Verkehrsplanung nicht zulasten der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft gehen könne.

Mit frechen Sprüchen wie „Schutz statt Schmutz!“ und „Blümchenduft statt Dieselluft!“ wollen die jungen Aktivistinnen und Aktivisten am Freitag Aufsehen erregen. Anschließend ist auf dem Hermannplatz eine Abschlusskundgebung geplant, bei der die Teilnehmenden eine choreographische Mitmachaktion einer Improvisationstheatergruppe sowie Wortbeiträge von Kindern und Jugendliche erwarten.

Zahlreiche Organisiationen sind mit dabei

Neben dem Düsseldorfer Jugendgremium sind im überparteilichen Aktionsbündnis auch die Evangelische Jugend, die Jungen Grünen, die Linksjugend 'solid, die MPG2DAY Schülerzeitung sowie das SVNRW J-Team vertreten. Zusammen fordern sie die Umsetzung des Rechts auf saubere Luft, weniger und langsameren Autoverkehr an Schulen sowie mehr sichere Rad- und Fußwege.

„Zusammen und in einem breiten Bündnis können wir eine Menge erreichen. Jetzt hoffen wir auf viele MitstreiterInnen aus den Kitas, Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen.“, erklärt Jugendratssprecher Lukas Mielczarek.

Teilnahmebekundungen werden per E-Mail an mielczarek@jugendrat-duesseldorf.de entgegengenommen. 

Autor:

Lukas Mielczarek (GRÜNE) aus Düsseldorf

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