Angermunder See sorgt weiter für Ärger
Partyexzesse, Lärm und Müll am See

Düsseldorf-Angermund: Ist-Zustand am See: Neben dem Lärm, sorgt der Müll für großen Unmut bei den Angermunden.
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  • Foto: Thomas Weidmann
  • hochgeladen von Andrea Becker

Es gärt nach wie vor im Düsseldorfer Norden: Streitpunkt ist die Nutzung des Angermunder Sees, der immer noch die Gemüter erhitzt (der Lokalkurier berichtete). Während sich ein Teil der Bürger für einen "ruhigen Aufenthalt" in den Sommermonaten oder gar für eine Schließung ausspricht, sorgt die "Bürgerinitiative Angermunder See" mit einer Online-Petition weiterhin für Aufruhr im Stadtteil. Nun soll die Causa in der kommenden Sitzung der Bezirksvertretung (BV) 5 Ende Mai diskutiert werden.

VON ANDREA BECKER

Angermund. Baden, Partyexzesse und Picknicken am See, die Gäste freut es. Zum Leidwesen der Anwohner, die sich nicht durch den Lärmpegel, sondern auch durch den Verkehr, Lagerfeuer und die Verrichtung der Notdurft in den anliegenden Gärten belästigt fühlen. Zudem sorgt der Müll von alten Pizzakartons bis hin zu Abfall vom Grillen für Unmut.
Auch die Initiative Angermund nimmt zu den Missständen Stellung und begrüßt die Bemühungen der Landeshauptstadt, die Situation rum um die Angermunder Kiesseen für Anwohner aber auch für Umwelt und Tierwelt zu verbessern, sehr. "Unser Verein setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 1997 für die Verbesserung des Wohnumfelds in Angermund ein. Ein wesentlicher Fokus der Vereinsarbeit, neben dem Lärmschutz rund um die Bahntrasse, war und ist die schwierige Situation rund um die Kiesseen in Angermund, verursacht durch die vielen Bade- und Partygäste. Insbesondere in den Sommermonaten ist die Situation oft sehr schwierig.

Umwelt und Tiere leiden

Das Baden in den Kiesseen ist eigentlich verboten - dieses Verbot wird jedoch von sehr vielen Besuchern schlichtweg ignoriert. Die Kiesseen werden als Beach- und kostenfreies Bade-“Paradies“ genutzt.
Dies hat sich in den letzten Jahren offensichtlich in den sozialen Netzwerken herumgesprochen - dies belegen die zahlreichen geparkten PKWs mit vorwiegend ortsfremden Kennzeichen. Die Folgen: Unsere Quartiere/Grünzüge werden zugeparkt, alkoholisierte und laute Gruppen belasten unsere Nachtruhe, unsere Lebensqualität und die Umgebung. Umwelt und Tierweltwelt leiden und offene Feuer bergen zudem die Gefahr von Bränden. Wir freuen uns, wenn die Stadt eine verträgliche und nachhaltige Lösung für die Kiesseen findet", so Elke Wagner, erste Vorsitzende des Initiative.
Benedict Stieber, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der BV 5, erläutert im Gespräch mit dem LK, dass die Eindrücke der Geschehnisse am Angermunder Baggersee bei Angermundern deutlich anders sind, als bei zahlreichen Auswärtigen, die sich nun zu Wort melden. Weder die CDU noch die Grünen möchten ein Badeverbot, noch ein Vorgehen gegen die Bürger, sondern in der kommenden Sitzung der BV 5 Sofortmaßnahmen beschließen, die auf den Sommer beschränkt werden. "Alles weiterhin so laufen zu lassen wie bisher, geht nicht", so Stieber.

Autor:

Andrea Becker aus Essen-Borbeck

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