Jugendparlament für Essen
EBB-FW fordert Jugendparlament für Essen

EBB-FW fordert Jugendparlament für Essen
Junge Generation soll ein politisches Sprachrohr auf der
kommunalpolitischen Bühne erhalten
Seit mehreren Monaten verschaffen sich europaweit junge Menschen durch persönliche Meinungsäußerung außerhalb der offiziellen politischen Institutionen Gehör zu gesellschaftlichen und politischen Themen, das besondere Engagement gilt dabei dem Klima- und Umweltschutz. Mit der Aktion „Fridays for Future“ wurde ein Stein ins Rollen gebracht, der internationale Beachtung gefunden und ein unüberhörbares mediales Echo ausgelöst hat. Auch die „Friday-Kundgebungen“ in Essen haben ein erhöhtes Augenmerk erzielt, sie unterstreichen ein Teilhabedefizit der jungen Generation am politischen Willensbildungsprozess sowie die Unzufriedenheit mit bestimmten politischen Entwicklungen. Und auch hier sind an erster Stelle die ernstzunehmenden Sorgen um Zukunft des Klimas zu nennen.
Die Fraktion ESSENER BÜRGER BÜNDNIS- FREIE WÄHLER (EBB-FW) – hat dies zum Anlass genommen, erneut die bereits im Rahmen der Kommunalwahl 2014 aufgestellte Forderung nach Einführung eines politischen Vertretungsgremiums für junge Menschen aufzugreifen und am Montag dieser Woche einen entsprechenden Antrag für die kommende Ratssitzung am 25. September 2019 verabschiedet. „Die Zeit ist reif für ein Jugendparlament im Essener Stadtrat! Für unsere Fraktion ist dieser Protest der Jugend nicht nur ein Signal in Sachen Klima- und Umweltschutz“, merkt Ratsherr Wilfried Adamy an. „Vielmehr ist er auch ein deutlicher Hinweis, dass die junge Generation sich politisch insgesamt nicht ausreichend beteiligt sieht.
Auch deshalb wird sie nicht müde, freitags auf die Straße zu gehen, um durch öffentliche Resonanz mehr Mitwirkungsmöglichkeiten zu erstreiten.
„Junge Menschen brauchen auch auf kommunalpolitscher Ebene ein Sprachrohr innerhalb unserer politischen Entscheidungsgremien“, bekräftigt Adamy die Initiative des EBB-FW, die darauf abzielt, zur Wahrnehmung der politischen Interessen und Belange der Kinder und Jugendlichen zum 01. Januar 2020 ein Jugendparlament einzurichten. „Wenn wir die politischen Beteiligungsmöglichkeiten für Essener Jugendliche verbessern und in einer festen Institution organisieren, werden damit zugleich auch die Bereitschaft und Motivation der jungen Menschen zum politischen Engagement weiter geweckt und gefördert“, zeigt sich Adamy überzeugt. Das Jugendparlament sollte nach den Vorstellungen des EBB-FW bereits zum 01. Januar 2020 eingerichtet werden. "Wir sehen ein Jugendparlament als geeignetes Instrument zur frühzeitigen politischen Einbindung auf kommunaler Ebene an, von dem wir uns zugleich neue Impulse für unsere eigene kommunalpolitische Arbeit sowie ein wachsendes gesamtgesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein bei den Jugendlichen versprechen“, lautet eine weiteres Argument von Adamy.
„Bei den Jugendlichen unserer Stadt ist in letzter Zeit ein verstärktes politisches Interesse und Engagement zu beobachten“, stellt EBB-FW-Ratsherr Arndt Gabriel fest. „Diese Entwicklung gilt es nun – auch angesichts des Erstarkens populistischer Kräfte in unserer Gesellschaft – durch geeignete demokratische Mittel nachhaltig zu fördern. Ein Jugendparlament eignet sich hierfür hervorragend.“

Autor:

Ralf-Andre Fabritz aus Essen-Borbeck

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