Hier wird Deutsch gesprochen

Die Gruppenteilnehmer treffen sich einmal in der Woche im Hans-Gipmann-Haus.
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  • Die Gruppenteilnehmer treffen sich einmal in der Woche im Hans-Gipmann-Haus.
  • Foto: Alle Fotos: Winfried Winkler
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Hoda Karimi-Morayan stammt aus dem Iran. Neziha Cetinkaya-Potthoff ist ein Kind türkischer Einwanderer. Einmal in der Woche treffen sie sich mit jungen Müttern aus Syrien, dem Irak, Polen, Bulgarien, Russland und der Türkei.

„Sprache im Spiel“ - ist das Angebot im AWO Familienzentrum Dellwig/Gerschede überschrieben. Finanziert wird das Programm aus Mitteln der Präventionsoffensive des Jugendamtes.
„Für die Mütter und ihre Kinder ist die Teilnahme somit kostenlos“, berichtet Dörte Camara von der AWO. Die Einladung zur Teilnahme an den internationalen Gruppentreffs richtet sich an Frauen aus Zuwandererfamilien mit ihren Kindern. „Los geht es bei Kindern ab zwei Jahren, sozusagen als Vorstufe für den Kindergartenbesuch“, berichtet Hoda Karimi-Morayan. Auch jüngere Geschwisterkinder können mit in die Gruppe kommen.

"Der möglichst frühe Erwerb der deutschen Sprache und der frühe Kontakt mit der Kita sind wesentliche Voraussetzungen für den schulischen Erfolg von Kindern mit Migrationshintergrund“, weiß Dörte Camara. Die AWO und die Kita Levinstraße arbeiten im Familienzentrum Dellwig/Gerschede eng zusammen, wollen mit dem Angebot dafür möglichst gute Voraussetzungen schaffen. „Nicht nur für die Kinder, auch für die Frauen bietet die Teilnahme an der Gruppe neue Möglichkeiten. Sie knüpfen Kontakte zu anderen Müttern, können sich über viele Dinge austauschen.“
Vekehrssprache während der morgendlichen Gruppentreffs ist Deutsch. „Das ist für die Kinder eine gute Vorbereitung auf die Kita“, weiß Hoda Karimi-Morayan. Die Vormittage sind klar gegliedert. „Wir singen gemeinsam, es wird gefrühstückt und gebastelt. Ein fester Bestandteil ist auch der Abschlusskreis“, berichtet Neziha Cetinkaya-Potthoff.

Während die Kinder an der Hand von Neziha mutig von einem Kasten herunter in die dicken Matten springen, tauschen sich die Mütter angeregt aus. „Isst deine Tochter auch so schlecht?“, möchte eine von der anderen wissen. „Schlecht nicht, aber längst nicht alles und vor allem auch nicht viel“, lautet die prompte Antwort.
In den Gesprächen geht es um Fragen der Erziehung, um den Umgang mit der Trotzphase oder die abendlichen Zu-Bett-Geh-Rituale. Auch Probleme kommen zur Sprache. „Für die Frauen ist wichtig, dass sie mit Gleichgesinnten darüber sprechen können“, so Hoda Karimi-Morayan.
„Und es ist ungeheuer spannend, wie die unterschiedlichen Kulturen mit bestimmten Fragestellungen umgehen. Da ist in Syrien vieles ganz anders als im Iran. In der Türkei handhabt man Dinge im Gegensatz zu Polen oder Russland völlig unterschiedlich.“
Weitere Infos über das kostenfreie Gruppenangebot gibt es im AWO Familienzentrum unter 0201/610432.

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