Den Schneid abgekauft

Deutlich distanzierten die 1. Herren mit Marc Bing den Verfolger aus Ratingen.
Foto: Archiv / Bangert
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Spiele der Handballer: Der letzte Heimspieltag 2016 brachte ausschließlich Kettwiger Siege

So macht Handball in Kettwig Spaß! Nachdem schon die 2. Herren und die Erstvertretung gewinnen konnten, legten auch die Damen und machten den letzten Heimspieltag des Jahres so richtig rund. Die sich anschließende Weihnachtsfeiern wurden entsprechend ausgelassen begangen.

Kettwig 1. Herren gegen TV Ratingen 33:27
Tore: Schwartz (9), L. Möller (8), Bing (4), Käsler (4), Heiderich (2), Orlowki (2), Simon (2), Röckmann, Stempel
Die Kettwiger hatten mit dem Tabellen-Dritten einen der großen Titelkandidaten zu Gast. Mit einem zumindest nach dem ersten Durchgang nicht mehr für möglich gehaltenen Triumph konnten die Hausherren Ratingen distanzieren. Die erste Halbzeit hatte wenig Schönes, aus einer 8:6 Führung lief nicht mehr viel die Gäste zogen auf 12:9 davon, mit 12:13 wurden die Seiten gewechselt. Dass es nicht deutlicher gegen die Kettwiger stand, war einzig Torhüter Florian Henseler zu verdanken. Auch nach Wiederanpfiff spielte nur Ratingen, ging auf 15:12, strebte einem sicheren Auswärtserfolg entgegen. Doch immer, wenn man die Kettwiger Jungs abhakt, kriegen sie irgendwie doch die Kurve. Sie drehten das Match, Lennart Möller traf immer wieder aus dem Rückraum, Henseler kaufte den Ratingern endgültig den Schneid ab. Dann gab es beim Stand von 23:20 Siebenmeter für die Gäste, Florian Kundt stellte sich zwischen die Pfosten und parierte. Dass er wenig später einen zweiten Strafwurf förmlich „rausköpfte“, zog dem frustrierten Kontrahenten endgültig den Zahn. Plötzlich herrschte Unruhe auf der Ratinger Bank, man war sehr mit sich selbst beschäftigt. Sein wohl bestes Spiel in Kettwiger Farben machte Timo Schwartz, der in der Woche nicht hatte trainieren können, aber auf den Punkt topfit war: Alles klappte, jeder Wurf saß. Nachdem der Sieg groß bejubelt war und sich die Truppe noch Currywurst als „Grundlage“ für eine fröhliche Weihnachtsfeier genehmigt hatte, waren die Helden nicht mehr gesehen. Sie tauchten erst wieder beim Abschlusstraining auf, um in Retrotrikots zu kicken und anschließend einen Wintergrillabend zu inszenieren. Die Stimmung in der Truppe ist also bestens, als Zweiter der Verbandsliga hat die junge Mannschaft alle überrascht und durchaus Lust auf mehr gemacht. Im Achtelfinale des Kreispokals kommt es am 8. Januar zum Duell mit dem Landesligisten DJK Altendorf 09.

Auf dem richtigen Weg

Kettwig Damen gegen DJK Styrum 30:27
Tore: Laermann (15), Kloss (4), M. Schulz (4), Bernstein (3), Museiko (2), Schoenke (2).
Trainer Michael Risse hatte immer betont, dass er sein Team trotz der zuletzt ernüchternden Ergebnisse auf dem richtigen Weg sieht. Nun wurde seine Beharrlichkeit mit dem zweiten Saisonsieg belohnt. Hätten die Kettwigerinnen nicht austrudeln lassen, wäre der Sieg durchaus noch höher ausgefallen. Die KSV-Damen kamen im Vergleich zu den letzten Begegnungen gut in die Partie und führten während des gesamten Spiels. Nach 25 Minuten bauten die Gastgeber auf 15:9 aus, mit einem beruhigenden Vorsprung von fünf Toren ging es in die Kabine. Im zweiten Spielabschnitt präsentierte sich Kettwiger deutlich konzentrierter und zielstrebiger, so dass es nach 35 Minuten bereits 18:11 für sie stand. Nun wogte ein Spiel auf Augenhöhe hin und her. Als dann das Heimteam sogar das 24:16 erhöht hatte, schaltete es einen Gang zurück und ließ die Gegner zurück ins Spiel kommen. Der Vorsprung schmolz in der letzten Viertelstunde auf drei Tore, doch der Sieg geriet zu keiner Zeit in Gefahr. Sehr viele Strafwürfe bekam Kettwig zugesprochen, traf aber nur in zehn von insgesamt 15 Versuchen. Der Sieg macht auf jeden Fall Mut im Abstiegskampf und gibt Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben. Der Punktgewinn war schon deshalb wichtig, da auch der Tabellenletzte aus Osterfeld sein erstes Spiel gewonnen hat. Nächster Gegner im neuen Jahr ist am 14. Januar die lediglich einen Punkt besser dastehende SFD 75 Düsseldorf.

Siebenmeter blieb ungeworfen

Kettwig 2. Herren gegen HSG Velbert / Heiligenhaus 27:26
Tore: S. Schinke (6), Fuchs (5), Scheid (5), Simon (5), J. Müller (3), R. Schinke (3).
Manchmal muss man so ein Spiel von hinten aufzäumen. Torhüter Sven Eumann kassierte ein Gegentor, warf den Ball wenig motiviert nicht gerade besonders schwungvoll zum Mittelpunkt. Ein zorniger Velberter kickte das Leder wutentbrannt Richtung Trainerbank. Tumulte, erregte Diskussionen. Die Entscheidung war hart aber eindeutig: Erst rote, dann sogar blaue Karte für den Gästespieler und, da in den letzten 30 Sekunden, auch noch Siebenmeter für die Kettwiger. Marvin Scheid trat an, ließ jedoch die Zeit verstreichen, den Referees wurde es zu bunt, sie pfiffen einfach mal ab. Kann man so machen. Doch auch ohne diesen Siebenmeter geworfen zu haben, durfte die Kettwiger Reserve jubeln. Mit 27:26 konnten Trainer Daniel Averbeck und seine Mannen ein ganz wichtiges Spiel gewinnen. In einer ziemlich fairen Partie ging es mit 12:11 Toren in den zweiten Durchgang. Spät kamen die anfangs beschriebenen Turbulenzen auf, die in diesem kuriosen Ende mündeten.
Mit diesem hauchdünnen Erfolg wurde einerseits Abstiegskandidat HSG Velbert / Heiligenhaus besiegt, zugleich die Teams der unteren Tabellenhälfte auf Abstand gehalten. Die Kettwiger Reserve hält sich mit positivem Punktekonto weiterhin in den oberen Gefilden der Landesliga auf.

Deutlich distanzierten die 1. Herren mit Marc Bing den Verfolger aus Ratingen.
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Die Damen konnten gegen Styrum ihren zweiten Saisonsieg einfahren. 
Foto: Archiv / Bangert
Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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