Essener Respektmeile setzt ein Zeichen für das Nord-Viertel / die Nord-City

Am 21. September erwartet Besucher in der Essener Kreuzeskirche ein Konzert der Extraklasse mit dem Ensemble Noisten. Beginn: 20 Uhr, Eintritt: frei. Foto: Ensemble Noisten
  • Am 21. September erwartet Besucher in der Essener Kreuzeskirche ein Konzert der Extraklasse mit dem Ensemble Noisten. Beginn: 20 Uhr, Eintritt: frei. Foto: Ensemble Noisten
  • hochgeladen von Sonja Strahl

21. September 2018, ab 19 Uhr
Treffpunkt: vor St. Gertrud, Viehofer Straße, Essen

Die Nord-City und das Nord-Viertel werden oft als „Problemviertel“ abgestempelt. Dagegen möchte die Essener Respektmeile am 21. September ein klares Zeichen setzen: Eine Menschenkette trommelt ab 19 Uhr für Vielfalt, Toleranz und Respekt.

Veranstalter der Respektmeile ist das VielRespektZentrum in Kooperation mit dem Projekt Arche Noah Essen.Ein Konzert der Extraklasse mit dem Ensemble Noisten erwartet die Besucher bei freiem Eintritt in der Kreuzeskirche. Foto: Ensemble Noisten

Ali Can, Leiter des VielRespektZentrums betont: „Die Respektmeile ist ein wichtiges Zeichen für die Werte unserer Verfassung - sie lassen sich in einem Worte wiedergeben: Respekt. Und weil wir, die Bewohner der City Nord sich Respekt wünschen und Respekt entgegenbringen möchten, wollen wir das sichtbar machen.“ Von der heterogenen Bewohnerschaft des Quartiers habe es viele gute Rückmeldungen gegeben, fügt er hinzu.

Orangefarbene Türanhänger werben für Respekt

Schon seit Wochen machen in vielen Geschäften leuchtend orangefarbene Türanhänger auf die Respektmeile aufmerksam. „Wer keinen Türanhänger bekommen hat, soll sich bitte einen Knoten ins Taschentuch machen, damit möglichst viele Menschen am 21.9. die Respekt-Menschenschlange bilden“, so VielRespektZentrums-Gründer Reinhard Wiesemann.

Treffpunkt ist um 19 Uhr vor St. Gertrud an der Viehofer Straße. Von dort ziehen die Teilnehmer mit La-Ola-Wellen weiter Richtung Burgplatz. Händler, Institutionen, Einzelpersonen und Passanten sind gefragt, sich auch spontan der Respektmeile anzuschließen.

„Wenn die Menschen in der Stadt, in der sie wohnen, aufhören, sich gegenseitig mit Respekt zu begegnen, ist der Friede in der Stadt gefährdet“, mahnt Willi Overbeck, Projektleiter der Arche Noah Essen. „Zusammenhalt ist die Voraussetzung für ein gelingendes Leben in der Stadt und in der Nachbarschaft. Die Respektmeile setzt ein klares Zeichen: Vielfalt macht uns stark und nicht schwach.“

Konzert mit Ensemble Noisten bei freiem Eintritt

Den eindrucksvollen Schlusspunkt der Respektmeile setzt ein Konzert in der Kreuzeskirche: Ab 20 Uhr spielt das Ensemble Noisten „Klezmer trifft Derwisch trifft Orgel“. Der Eintritt ist frei. „Wir freuen uns darüber, dass wir zum Abschluss der Respektmeile dieses fantastische Konzert anbieten können“, zeigt sich Benedikte Baumann, die Künstlerische Leiterin der Arche Noah Essen, begeistert. „Aus der künstlerischen Begegnung der andersartigen Kulturen und Klangsprachen entsteht ein faszinierendes Erlebnis - ein einzigartiges Konzert, das auch etwas fürs Auge bietet: einen tanzenden Derwisch."

Zu den Teilnehmern der Respektmeile gehört auch Galina Borchers, die Integrationsbeauftragte der Stadt Essen und Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums. „Wenn wir es schaffen, uns mit Respekt zu begegnen, unabhängig von Nationalität, Geschlecht, religiöser Zugehörigkeit oder sexueller Orientierung, werden wir auch alle gemeinsamen Herausforderungen bewältigen“, bekräftigt sie.

An den beiden Folgetagen, also am 22. und 23. September, steigt das Arche Noah Fest auf dem Kennedyplatz. Beginn ist jeweils um 12 Uhr.

Zum Hintergrund:
Die Arche Noah Essen ist ein Gemeinschaftsprojekt des Initiativkreises Religionen in Essen (IRE) und der Stadt Essen, vertreten durch das Kommunale Integrationszentrum (KI). Träger des Projekts ist die Fördergesellschaft Kultur und Integration gGmbH. Weitere Infos: www.archenoah-essen.de

Das VielrespektZentrum eröffnet Ende 2018. Es bietet Privatpersonen, Vereinen und anderen Organisationen kostenlose Schreibtische, Büros, Seminar- und Studioräume, um ihnen eigenes Engagement für Vielfalt und Respekt so einfach und effektiv wie möglich zu machen. Daneben gibt es einen öffentlichen Teil, in dem Vielfalt ge- und erlebt werden kann. Weitere Infos gibt unter: www.vielrespektzentrum.de.

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