5-Minuten-Taktung der Linien SB 15, 160 und 180 sorgt für Klagen
Fahrplanänderung bedarf Nachbesserung

Auf vielen wichtigen Strecken fahren die Busse nun im 5-Minuten-Takt.Foto: Archiv
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Gut gemeint und doch nicht richtig umgesetzt? Auf einigen wichtigen Strecken - insgesamt fünf Buslinien und eine Straßenbahnlinie (103) - fahren die Busse (SB 15, 146, 160/161, 169, 170) in der Hauptverkehrszeit nicht mehr im 10-Minuten-Takt, sondern alle fünf Minuten. So sollen mehr Pendler vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen. Doch diese sind mit der Fahrbahnumstellung nicht unbedingt zufrieden. CDU-Ratsfrau Walburga Isenmann und Bezirksbürgermeister Manfred Kuhmichel bekommen zurzeit viele Klagen zu hören.

Die Stadt Essen ist eine von fünf "Lead Citys", die Ideen für bessere Luftqualität umsetzen sollen. Dafür wurden diese Städte mit insgesamt 130 Millionen Euro vom Bund ausgestattet - 21 Millionen davon hat Essen erhalten.
Für dieses Geld hat man sich ein System ausgedacht, mit dem mehr Essener dazu animiert werden sollen, den ÖPNV zu nutzen: besagte 5-Minuten-Taktung.
Doch die Klagen über die neue Fahrplanregelung häufen sich: Jeder zweite SB 15 würde leer zurück Richtung Stadt fahren; im Bereich der Großbaustelle Kreisverkehr in Burgaltendorf würden sich seit der Umstellung häufiger zwei Busse aus dem Unterdorf sowie zwei Busse aus Überruhr in der Baustelle vor den Ampeln treffen. Hinzu geselle sich des Öfteren auch der 166er; ebenfalls gibt es wohl Probleme beim fahrplanmäßigen Anschluss der Linie 180 an die S9 - diese ist zwar oft pünktlich unterwegs, doch da im erweiterten Streckenverlauf die Haltestelle Poststraße hinzugenommen wurde, kommt zusätzliche Zeit hinzu, und die S-Bahn in Richtung Wuppertal ist bei Ankunft häufig bereits abgefahren.
Ratsfrau Walburga Isenmann nutzt selbst oft den öffentlichen Nahverkehr und ist mit diesen Problemen daher vertraut. Auch sie sieht die enge Taktung kritisch: "Die Idee der Erhöhung der Taktungen ist nicht schlecht, verursacht aber bei Bussen viel Lärm und Abgase. Anders ist dies bei der Nutzung von Bahnstrecken. Daher wäre auch weiterhin der Kleinbus nach Bochum Dahlhausen wichtig, um einen Bahnanschluss direkt zu gewährleisten."
Des Weiteren sieht die Ratsfrau auch die Anbindung an die S9 durch den Bus 180 nicht korrekt geregelt: "Für den SB 15 wäre in der Zeit von 6 bis 9 Uhr sicher ein 10-Minuten-Takt vollkommen ausreichend, am Nachmittag ebenso ein Takt von 10 oder 15 Minuten."
Daher befürwortet Isenmann eine Nachbesserung für das gut gemeinte Projekt. Als umweltpolitische Sprecherin ihrer Fraktion will sie sich nun mit der Ruhrbahn in Verbindung setzen. CDU-Ratsfrau Walburga Isenmann setzt sich für eine Nachbesserung der Fahrplantaktung ein.

Auf vielen wichtigen Strecken fahren die Busse nun im 5-Minuten-Takt.Foto: Archiv
Autor:

Beatrix von Lauff aus Essen-Ruhr

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