Betrugsprävention bei der Bürgerschaft Kupferdreh

Zahlreiche vorwiegend ältere Herrschaften folgten der Einladung der Bürgerschaft Kupferdreh zu ihrem Infonachmittag unter den Motto „Trickbetrug – nicht mit mir!“. In Kooperation mit der Präventionsstelle der Polizei NRW in Essen und Hauptkommissarin Brigitte Niebuhr machte die Bürgerschaft dieses in der heutigen Zeit leider sehr wichtige Angebot. Der große Zuspruch spricht dafür, dass die Bürgerschaft damit genau richtig lag. Offensichtlich gibt es in der Bevölkerung einen großen Informationsbedarf. Man will sich gegen die Machenschaften schützen, von denen täglich in der Zeitung zu lesen ist. Brigitte Niebuhr sprach daher über Trickbetrügereien an der Haustür, am Telefon oder unterwegs. Dabei werden oft auch Senioren Opfer der Betrügereien, weil die Täter sie als dankbare Opfer ansehen. „Man kann sich gar nicht gegen alles schützen!“, lautete der Einwand eines Teilnehmers. „Doch!“ entgegnete Hauptkommissarin Niebuhr energisch. „Öffnen Sie nicht die Tür. Legen sie auf, wenn Sie einen dubiosen Anruf bekommen!“ Niebuhr schilderte den Gästen verschiedene miese Tricks. Es klingelt, jemand gibt sich als Mann vom Wasserwerk aus. Oder eine freundliche Dame bittet um einen Zettel, um der Nachbarin eine Nachricht hinterlassen zu können. Kaum wendet sich der Wohnungsinhaber ab und schon sind die ungebetenen Gäste drinnen. Später stellt man fest, dass verschiedene Dinge fehlen. „Ich mache immer die Kette vor!“, meldet sich eine resolute Dame. Doch sind auch viele insbesondere ältere Leute für solche Maßnahmen zu unsicher, zu blauäugig oder einfach zu freundlich. Auch am Telefon sollte man einfach auflegen, wenn einem der Anruf merkwürdig vorkommt. Den Enkeltrick kennen inzwischen die meisten Menschen, doch kommt es immer wieder vor, dass man plötzlich angeblich einen Vertrag abgeschlossen hat, obwohl man das nie wollte. Mindestens ist Ärger vorprogrammiert. Auch unterwegs kann viel passieren. Man wird in der Fußgängerzone angesprochen und um einen Euro gebeten, anschließend sind auch die Scheine verschwunden. Oder man wird gleich von mehreren Leuten angesprochen und in dem entstandenen Tohuwabohu wird dem Opfer die Kette oder die Handtasche entrissen. Also ist es besser, sich auf der Straße nicht von fremden Leuten ansprechen zu lassen, egal welche Geschichte sie auftischen. Aktuell kommt es praktisch täglich vor, dass Geldautomatennutzer von so genannten Klaukids massiv bedrängt und abgelenkt werden, wenn, erst einmal die Karte eingeführt und die PIN erfasst wurde. Dann drücken die Kids schnell auf eine hohe Betragstaste und verschwinden mit dem vom Automaten bereitgestellten Geld. Wenn sich auffällige Personen, auch Kinder im Bereich des Geldautomaten aufhalten, sollte man äußerste Vorsicht walten lassen und im Zweifel auf die Automatenverfügung verzichten und die Kasse in den Geschäftsräumen der Bank nutzen. In allen geschilderten Fällen kann auch ein gesundes Selbstbewusstsein oder eine resolute Ansage helfen. Wie man sich in solchen Situationen am besten verhält, vermittelt die Bürgerschaft Kupferdreh in Kooperation mit der muTiger-Stiftung in ihren Kursen „Zivilcourage – aber richtig!“, die in Kupferdreh inzwischen seit einem Jahr in regelmäßigen Abständen angeboten werden. „Diese Kurse werden wir auch weiterhin anbieten, denn sie sind immer ganz schnell ausgebucht!“, weiß Fred van Führen, Vorstandsmitglied der Bürgerschaft Kupferdreh.
Wenn es dann doch einmal passiert ist, sollten die Opfer unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten. Oft schämen sich die Opfer, weil sie dem Betrüger mit seinen eigentlich bekannten Tricks auf den Leim gegangen sind. Doch das ist falsche Scham. Der Weg zur Polizei ist der einzig richtige. „Hemmungen darf da niemand haben“, sagt Brigitte Niebuhr. Die zahlreichen Gäste waren sehr angetan von den Schilderungen der Hauptkommissarin. Dies zeigten die vielen positiven Rückmeldungen an die Referentin im Anschluss an die Infoveranstaltungen. Die Verbrechensprävention ist auch weiterhin ein Thema in Kupferdreh. Am 24. September (19.30 Uhr, Mineralien-Museum) bietet die Bürgerschaft in Zusammenarbeit mit der Präventionsstelle der Polizei einen weiteren Infoabend an. Dabei wird es um Einbruchsprävention gehen. Uwe Müller von der „technischen Prävention“ wird auch einiges an Anschauungsmaterial mitbringen, um den Leuten zu zeigen, was man tun kann, um seine Wohnung oder sein Haus besser zu sichern. Der Eintritt ist auch bei dieser Veranstaltung frei.

www.buergerschaft-kupferdreh.de

Autor:

Fred van Führen aus Essen-Ruhr

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