Grünes Herz für Kupferdreh

Die Schwermannstraße wird zur Aktivzone, nördlich des Krankenhauses ist das neue Parkhaus vorgesehen. Abbildung: Mantz
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Von Henrik Stan

Bürgerschaft Kupferdreh stellt ihre Visionen für den Benderpark vor

Beeindruckende Bilder huschen über die Rückwand des Gemeindesaals St. Josef: Ein Parkhaus mit edler Holzfassade, wucherndes Straßenbegleitgrün, Senioren auf dem Skateboard. Schlagworte flackern auf: Von einer Straße als Erlebniszone ist die Rede, von einer Perlenkette der Attraktionen und einem Weg der Meilensteine. Die Bezirksvertreter von der Ruhrhalbinsel zeigen sich beeindruckt.
„Was uns die Bürgerschaft Kupferdreh hier präsentiert, ist sehr ausgewogen. Bleiben sie dran, damit so viel wie möglich von ihren Vorschlägen umgesetzt werden kann“, sagte Michael Müller, Fraktionsvorsitzender der CDU. Christian Sieg (SPD) lobte die einmütige und harmonische Zusammenarbeit von Bürgern und Planern.
Der Entwurf setzt sich aus einer Vielzahl von Anregungen und bereits recht konkreten Planvisionen dreier Arbeitsgruppen zusammen, die beim Bürgerprojekt „Stadtteilhabe“ der Ingenieurkammer-Bau NRW zur „Grünen Hauptstadt Europas“ im letzten Jahr vorgelegt und diskutiert wurden.
Sigrid Mantz, projektbegleitende Architektin, und der stellvertretende Vorsitzende der Bürgerschaft, Jürgen Gentzmer, hatten in einer Powerpoint-Animation die Eckpunkte für Kupferdrehs Grünes Herz herausgearbeitet. Die Ruhezone soll sich ausdehnen. Künftig endet der Verkehr durch die Schwermannstraße an einem Parkhaus mit „Dop-Off-Area“, vermutlich einem Kreisel. Die Byfanger Straße erhält verkehrsberuhigende, begrünte Elemente, die weder den Busverkehr noch die Anfahrten zum Krankenhaus beeinträchtigen. Als Entree zur vergößerten Ruhezone und zugleich Verbindung mit dem Ortskern ist eine kleine Piazza vor dem Eiscafé vorgesehen.

Mehr Lebensqualität

Die Byfanger- und in ihrer Fortsetzung die Bahnstraße beschreibt Sigrid Mantz als Kette, auf die Kupferdrehs Perlen aufgefädelt sind: Von Nord-Ost nach Südwest das Seniorenzentrum, die Kliniken Ruhrhalbinsel, Benderpark, die Ortsmitte mit Anschluss- und Versorgungsmöglichkeiten und schließlich der Baldeneysee. Hans Rohrand vom Essener Bürgerbündnis hat viel übrig für diese Achse: „Ich habe schon oft beobachtet, dass Besucher, die zum See wollen, die Ortsmitte gar nicht beachten. Dieser Plan sorgt für mehr Lebensqualität.“
Auch die Nord-Süd-Achse mit den beiden Grundschulen als Endpunkte findet im Entwurf breite Beachtung. Sigrid Mantz nennt den Benderpark darum auch „Aktivzone zwischen den Schulen“, die eine riesige Palette an Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Angefangen bei Spiel- und Sportflächen für Boule oder Skater, einem schicken Spielplatz, einem energieeffizienten Beleuchtungskonzept, das auch das subjektive Sicherheitsempfinden stärken soll, über kleine Zier- und Nutzgärten, die von Kindern und Bewohnern des Seniorenheims bewirtschaftet werden, bis zu einem wirklich alternativen Wegenetz. „Die Schüler hatten die Idee zu einem Kletternetzwerk oder einem Baumwipfelpfad“, erklärt die Architektin. Umsetzungschancen?
Fraglich, aber darauf kommt es in dieser frühen Phase ja noch nicht an. „Die Bürgerschaft Kupferdreh hat sich drei Entwürfe genau angesehen und ihre Kernpunkte miteinander kombiniert“, erläutert Jürgen Gentzmer.
Machbarkeit kommt später. So sind denn auch sämtliche Bildbeiträge dieses digitalen Dia-Vortrags ausschließlich dazu da, die Fantasie anzuregen. Wilhelm Kohlmann (CDU): „Sie haben sich hoch gestellte Ziele gesetzt. Das ist gut so!“
Daran mangelt es diesem Entwurf sicher nicht. Festzuhalten bleibt aber die klare Ordnung der Verkehrswege um und durch den Park mit einem Fokus auf sicheren Schulwegen, die barrierefreie Anbindung ans Seniorenzentrum, erweitere Ruhrzonen fürs Krankenhaus sowie der deutlich erkennbaren Verbindung zur Kernstadt.
Fußgänger und Radfahrer erhalten eine Schutzzone, an deren Rändern sie nicht den Gefahren ungebremsten Kraftverkehrs ausgesetzt sind.
Autofahrer könnten mäkeln, dass sie die Schwermannstraße nicht mehr passieren dürfen. Alle anderen, und selbst Leute mit Benzin im Blut gehen ab und an zu Fuß, bekämen Freiräume durch die freigespülten Blutgefäße des Grünen Herzens.
Bezirksvorsteher Manfred Kuhmichel fasste (nicht nur fürs Protokoll zusammen): „Wir begrüßen die Planungen einmütig und sprechen uns fraktionsintern weiter ab.“ Parkplätze an konzentrierten Punkten
Eindeutige Verkehrsführung
Weniger Parkplatzsuchverkehr
Mehr Sicherheit für Schüler Positive Aspekte

Die Schwermannstraße wird zur Aktivzone, nördlich des Krankenhauses ist das neue Parkhaus vorgesehen. Abbildung: Mantz
Im Gemeindesaal von St. Josef stellten dieser Tage die Architektin Sigrid Mantz und der stellvertretende Vorsitzende der Bürgerschaft Kupferdreh Jürgen Gentzmer in einer Powerpoint-Präsentation Visionen für Kupferdrehs Grünes Herz vor. So auch den Benderpark, der sich in Kupferdrehs „Perlenkette der Attraktionen“ einreiht. Abbildung: Mantz
Autor:

Beatrix von Lauff aus Essen-Ruhr

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