Glosse
Fahrt mit Schleppe

Auf dem Heimweg taucht es unvermittelt in der Dunkelheit auf: ein blaues Seil, das in Schlingen auf der Fahrbahn liegt. Zu spät zum Ausweichen. Na, macht nichts, ist ja nur ein Seil.

Zu Hause angekommen falle ich vor der Garage fast über ein Kabel. Während ich noch schimpfe, welcher Dämlack denn hier seine Plörren liegen lässt, noch dazu im Dunkeln, fällt mir das Blau auf. Den Farbton kenne ich doch. Aus dem Scheinwerferlicht! Hat mein Auto doch tatsächlich kein Seil, aber ca. vier Meter Elektrokabel, dekorativ ineinander verschlungen, als Schleppe hinter sich hergezogen. Und während man sonst aus nichtigen Gründen angehupt wird, tat das diesmal niemand.

Der Versuch, das Kabel herauszuziehen, scheiterte, so fest hatte sich sein Ende zwischen Metall und Metall versteckt. Hilfe kam in Form von "Mann mit Zange". Der fiel nicht nur vor meinem Wagen in die Knie - anders wär's auch nicht gegangen -, sondern schrammte sich noch dazu auf dem Asphalt zwei Finger auf, als das Kabel endlich, aber dann plötzlich nachgab.

Also, wenn Sie das nächste Mal vier Meter Kabel übrig haben - behalten Sie es für sich.

Autor:

Sabine Pfeffer aus Essen-Kettwig

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