Oliver Kern hat viele Pläne für eine mögliche Amtszeit als Oberbürgermeister
Das Rathaus fest im Visier

Oliver Kern auf dem Dach der AWO-Geschäftsstelle in Holsterhausen.
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  • Oliver Kern auf dem Dach der AWO-Geschäftsstelle in Holsterhausen.
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Die Umfragen für die Wahl sehen für ihn nicht gerade rosig aus. Trotzdem bleibt Oliver Kern optimistisch. Als langjähriger Geschäftsführer des VKJ, Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten Ruhrgebiet e.V., und als amtierender AWO Essen-Geschäftsführer weiß der Sozialdemokrat wovon er spricht, wenn es darum geht, um Chancengleichheit für alle in Essen zu kämpfen. Aufgeben kommt für ihn da nicht infrage, und so hält er es auch mit seiner Kandidatur bei der Oberbürgermeisterwahl.

Oliver Kern fordert "frischen Wind" fürs Rathaus. Er möchte Essen als Herz der Metropole Ruhr einen besseren Stellenwert verschaffen, das ist seiner Meinung nach längst überfällig. "Hier ist alles etwas piefig", wie er sagt. "Das ist sehr schade und kann nicht sein. Unsere Stadt bietet so viel Potential, das müsste man endlich mal abrufen", zeigt sich Kern kämpferisch."

Bestehender Wohnraum verrottet

"Wohnen" ist ein wichtiges Thema für ihn. "Ich bin absolut dagegen, immer und überall neu zu bauen. Auch im Essener Süden werden leichtfertig grüne Inseln zerstört und bestehender Wohnraum verrottet. Diskussionen über eine Bebauung von Reservaten wie beispielsweise in Ickten lehne ich total ab. Sollte ich Oberbürgermeister werden, möchte ich dieses Bauvorhaben verhindern. Denn hier geht es meiner Meinung nach ausschließlich um Profit und nicht um geförderten Wohnraum. Bevor man hier weitere Flächen versiegelt, sollten wir uns lieber vorhandende Baulücken und Schrottimmobilien anschauen", so Kern.

Für jedes Kind einen Betreuungsplatz

Großen Handlungsbedarf sieht der Sozialdemokrat für Kettwig und Werden auch in Bezug auf Kitaplätze. Hier gebe es einfach zu wenige, vor allem in Werden. "Ich möchte, dass wir in Essen endlich jedem Kind einen Betreuungsplatz bieten können", sagt der Pädagoge, für den das Radwegenetz in Essen ein weiteres Thema ist, das dringend angegangen werden müsse: "Seit man uns vor einigen Jahren die Rostige Speiche verliehen hat, hat sich zwar einiges getan, aber mir fehlen da immer noch einige Strecken, um die Menschen vom Auto aufs Rad zu bringen. Dazu gehört auch der Ausbau des ÖPNV. Das alles kostet natürlich Geld, aber das müssen wir in die Hand nehmen, um die Lebensqualität in Essen zu verbessern." Dazu gehört auch, Lösungen für die Verschmutzung infolge von "wilden Grillgelagen" zu finden. Hier hat Kern einen Lösungsvorschlag parat: "Die zunehmende Vermüllung ist ein Problem in vielen Essener Stadtteilen. In anderen Städten hat man beispielsweise verschließbare Container aufgestellt, in denen die Menschen ihren Müll entsorgen können. Denn aus den offenen Mülleimern werden die Abfälle oftmals von Vögeln oder anderen Tieren herausgezogen."

"Umfragen sind keine Wahlergebnisse"

In einer Umfrage sahen die Zahlen für Oliver Kern zuletzt nicht gerade rosig aus. Doch davon lässt sich der OB-Kandidat nicht entmutigen: "Umfragen sind keine Wahlergebnisse. Gerade bei Kommunalwahlen lagen sie oft daneben. Ich erlebe viel Zuspruch von Essenern, die mir sagen, dass sie frischen Wind im Rathaus wollen. Daher bleibe ich weiterhin optimistisch. Das liegt einfach in meiner Natur."

Oliver Kern auf dem Dach der AWO-Geschäftsstelle in Holsterhausen.
Glaubt nicht an Wahlprognosen, sondern an seine "Kern"-Themen für die Stadt: SPD-Oberbürgermeister-Kandidat Oliver Kern.
Autor:

Nina van Bevern aus Essen-Werden

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