„Herzlich Willkommen!“ Erste Stimmen zu den angedachten zusätzlichen Unterkünften für Asylanten

Ratsherr Hanslothar Kranz.
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Eines stellt Hanslothar Kranz sofort klar: „Es handelt sich hier um Menschen. Und ich bin Christ, nehme das „C“ in meiner CDU sehr ernst!“
Seine christliche Nächstenliebe lasse ihm gar keine andere Wahl, als hier verantwortungsbewusst zu handeln: „Auch wir im Süden haben unseren Beitrag zu leisten und ich kämpfe dafür, dass meine Mitbürger sich - wie ich es nicht anders kenne - von ihrer freundlichen und weltoffenen Seite zeigen!“

Hausaufgabenhilfe

Da nun mal neue Mitbürger, zumindest auf Zeit, zu erwarten wären, solle doch jeder darüber nachdenken, ob er auch etwas tun könne: „Wie kann ich helfen? Zum Beispiel, indem man die Kinder bei den Hausaufgaben unterstützt...“
Die biblische Geschichte vom barmherzigen Samariter will Hanslothar Kranz nicht aus dem Kopf, so wirbt er für: „Miteinander - füreinander!“
Bezirksbürgermeister Dr. Michael Bonmann ärgert sich über die Vorgehensweise der Verwaltung: „Ich hatte eine gute Woche Zeit, um mir Gedanken zu dem Thema zu machen und viele Eventualitäten durchzuspielen. Ich empfinde es als schade, dass wir als Bezirksvertretung keine Chance haben, uns vor der Ratssitzung am 26. Februar zu dem Thema zu äußern.
Grundsätzlich aber sehe ich uns im Süden in der Pflicht, unseren Anteil zu leisten und wir werden alles versuchen, um diese Menschen gut zu integrieren.“
Das gleiche Anliegen hat Pater Dr. Jörg Gabriel von der Gemeinde St. Kamillus: „Mein erster Gedanke war: Wenn diese Menschen nach Heidhausen kommen, müssen wir anständig mit ihnen umgehen.“
Pater Gabriel ist da zuversichtlich. Obwohl er genau weiß, dass die Heidhauser, wie wohl alle Deutschen, starke Vorbehalte haben und schon die ersten Parolen gegen „bedrohliche Eindringlinge“ die Runde machen, die Gemeindemitglieder sich natürlich Sorgen machen und da auch kein Blatt vor den Mund nehmen.

Unvoreingenommen

So bittet der Geistliche doch um eine christliche Aufnahme der Asylbewerber: „Wir sollten ihnen unvoreingenommen begegnen, im Rahmen unserer - allerdings bescheidenen - Möglichkeiten helfen!“ Die Caritas werde sich bestimmt mitkümmern, auch schwebt Pater Gabriel ein Aufleben der Kleiderkammer vor, die Räume des vom zukünftigen Standort Jacobsallee fußläufig zu erreichenden Begegnungszentrum von St. Kamillus könnten ein Ort der wertungsfreien, unbelasteten Begegnung werden. So sollten die Heidhauser deutlich sagen: „Ihr seid willkommen!“
Genauso sieht das Hanslothar Kranz: „Ich weiß noch, damals habe ich gemeinsam mit Pastor Holländer und Pfarrer Reitze an der Wintgenstraße ein Transparent aufgehängt!“ Was dort zu lesen war? Kranz stolz: „Herzlich Willkommen!“

Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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