"Groko - SPD/CDU- boxt 3. Machbarkeitsstudie durch: Wieder Verzögerungstaktik"
Wird Radschnellweg Schneckenschleichweg

DEMO, denn dank Groko kriecht der RS1 nur im Schneckentempo. Radler empfinden die neue 3. Machbarkeitsstudie als unnötige Hinhaltetaktik.
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  • DEMO, denn dank Groko kriecht der RS1 nur im Schneckentempo. Radler empfinden die neue 3. Machbarkeitsstudie als unnötige Hinhaltetaktik.
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Sensation! 2011 erstellte der Regionalverband Ruhr (RVR) das erste Konzept für den Radschnellweg Ruhr (RS1). Juch hu! „Die hochgelobte Verkehrsinnovation sollte 2020 zur 100-Jahrfeier des RVR/Regionalverbandes Ruhr fertig sein“ jauchzte Rolf Fliß Bau-Ausschuss-Vorsitzender im Rat und EFI-Sprecher? Denkste! Sollte! Mittlerweile skandiert die Sache zum Eklat!
„Der Radschnellweg geht 101 km – von Duisburg bis Hamm - und in Essen von Altendorf bis zur Universität. Die wichtigste West-Ost-Achse des Radverkehrs fehlt leider immer noch: Der Brückenschlag über die Gladbecker Straße - um weiter fahren zu können auf dem Bahndamm Richtung Gelsenkirchen“, so Fliß. Warum?

„Weil die Essener Rathausgroko aus CDU und SPD erneut Prüfanträge im Planungsausschuss gestellt hat, die einen vollständigen Bahndammabtrag der ehemaligen Rheinischen Bahn mit unangenehm steilen, nicht ungefährlichen Rampen zur Altenessener Straße zum Ziel haben. Somit ergeben sich völlig unnötige, erneute Planungs- und Bauzeitverzögerungen, die eine Fertigstellung vor 2025 immer unwahrscheinlicher erscheinen lassen“, so der empörte Rolf Fliß.

"Baut verdammt noch mal den RS1 endlich zu Ende!"

„Mit unserer Aktion der RS1 Schnecke an der Gladbecker wollen wir einen Weckruf aussenden an Groko, Land und Verwaltung, dass es mit diesem Schneckentempo so nicht weitergehen kann! Wir haben einen ungeheuren Klimawandel, der nicht auf unsere Langsamkeit des Handelns zur nötigen CO2 Reduktion im Verkehrsbereich Rücksicht nimmt! Daher rufen wir so laut es geht den Zauderern und Untätigen zu: Baut verdammt nochmal den RS1 endlich zu Ende!“
„Jeder der noch ein bisschen Verstand hat, kann das nur als Verzögerungstaktik bezeichnen, was da abläuft“, erbost sich Lutz Niemann, Arbeitskreis Bürgerradweg. „Am Tag des ASP-Ausschusses für Stadtplanung und Stadtentwicklung boxte die Groko SPD/CDU eine weitere Machbarkeitsstudie durch. Beinhaltet, dass der RS1 ebenerdig durchs Eltingviertel läuft. Das entspricht jeder Vernunft.“

Frank Rosinger, AK Bürgerradweg ärgerlich: „Ohne einen Bebauungsplan kann man keine Brücke bauen. Den hätte man im September beginnen können. Wenn der B-Plan steht, kann auch Straßen NRW die Brücke über die Gladbecker Straße planen. Die Planung der Brücke dauert drei Jahre. Fängt man jetzt nicht damit an, entsteht auf der einen Seite der Radweg – die Brücke fehlt. Gegenseitig werfen sich Ping Pong-Bälle Stadt und Straßen NRW zu. Stadt-Signale: Langsam, keine Eile!“

Skandal
Claudia Harfst, Fahrradbeauftragte BV III, fassungslos: „Ein Skandal, wie die Ratsfraktionen CDU und SPD in Essen alles blockieren, was den Anteil der Radfahrer am Verkehr fördern könnte, hier sinnlos Steuergelder, Zeit verschwenden! Sie stellen sich dabei nicht nur gegen Oberbürgermeister Thomas Kufen, sondern sogar gegen die eigenen Beschlüsse zur „Grünen Hauptstadt 2017“ und gegen schnell umsetzbare vernünftige Maßnahmen zu Klimaschutz und Abwendung des Dieselfahrverbots.“

Autor:

Ingrid Schattberg aus Essen-West

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