Ein bunter Strauß der Stadtteil-Ideen

Zur Lage der (Frohnhauser) Nation (von links): Dirk Rauhaus, Ingo Reimering, Detlef Schöne, Janet Müller und Christian Kubon.
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Jahreshauptversammlung des Frohnhauser Werberings im Kolpinghaus

Ein ganzes Bündel von Ideen trugen die Mitglieder des Frohnhauser Werberings während ihrer Jahreshauptversammlung im Kolpinghaus zusammen. Die Frage ist nur: Wer soll das bezahlen?

55 Mitglieder zählt der Werbering in Essens bevölkerungsreichstem Stadtteil Frohnhausen.
Und konnte in den letzten Jahren rund 30.000 Euro in den Stadtteil investieren, wie der scheidende Kassenprüfer Ingo Reimering bereits bei der letzten Sitzung verkünden konnte. Dazu zählen zum Beispiel die moderne LED-Weihnachtsbeleuchtung auf dem Gervinusplatz, die finanzielle Förderung von Baumbeet-Paten, das Sponsoring von Kunst („Focus of Life“ auf dem Vorplatz der Apostelkirche) sowie zahlreiche Aktionen von Martinsgans-Verlosung und Maifest bis hin zum Rahmenprogramm von verkaufsoffenen Sonntagen.
Einen verkaufsoffenen Sonntag wird‘s auch schon bald wieder geben: am 15. April.
Zusätzlich geplant sind ein kleiner Handwerkermarkt auf dem Gervinusplatz sowie Auftritte von lokalen Tanz- und Showbands.
„Ein weiterer verkaufsoffener Sonntag wird am 7. Oktober stattfinden“, verrät Janet Müller, Vorsitzende des Werberings. Motto: Geburtstag Gervinusplatz.
Ein Maifest, besonders beliebt bei den Frohnhauser Bürgern, wird es in diesem Jahr allerdings nicht geben.
Ein Blick in den Kassenbericht 2011 zeigt: Dieser allein hat ein Minus von 4.989 Euro in die angeschlagene Kasse des Werberings gerissen, die in den letzten Jahren sowieso geschmolzen ist. „Bei einem verbliebenen Bestand von rund 7.000 Euro sind unsere Rücklagen in rund einem Jahr aufgebraucht“, bringt es Kassenprüfer Ingo Reimering auf den Punkt.
Sparen ist also angesagt. Oder eine - umstrittene - Erhöhung der Mitgliedsbeiträge, der Haupteinnahmequelle eines Werberings.
Fortgesetzt werden soll auch im Jahr 2012 eine Beteiligung am Frohnhauser Weihnachtsmarkt sowie die beliebte Martingsgans-Verlosung, vielleicht erweitert um ein üppiges Martinsgans-Essen in einem Frohnhauser Restaurant als Hauptpreis.
Lang ist die Liste der Ideen, bei der nun geprüft werden soll, welche davon in Kooperation mit Sponsoren in nächster Zeit verwirklicht werden können. Kassenprüfer Axel Herzog stellte kurz vor: Gesundheitstag, Band-Wettbewerb, Kneipen-Musiknacht, Trödelmarkt, Leistungsschau, Info-Veranstaltung zur Sicherheit in Frohnhausen sowie Tresorspiel und Stadtteil-Sommerfest.
Angedacht ist auch eine Kooperation als Sponsor beim geplanten Gervinusparklauf. Dies könnte, so die Mitglieder des Werberings, eine Bereicherung des zweiten verkaufsoffenen Sonntags 2012 sein - am 7. Oktober.
Ingo Reimering schlug eine Neuauflage der Leistungsschau in modernem Gewand vor: „Auf dieser Informations-Veranstaltung könnten sich nicht nur Frohnhauser Firmen vorstellen, sondern auch Vereine und Einrichtungen aus Frohnhausen.“
Der Vorstand um Vorsitzende Janet Müller wird die Geschicke des Werberings auch im Jahr 2012 führen, einen Wechsel gab‘s bei den Kassenprüfern: Dirk Rauhaus und Ingo Reimering sind aus ihren Ämtern ausgeschieden. Neu dabei sind Vera Polklas (‚Sprachtherapeutin und Diplom-Pädagogin, Praxis für Sprachtherapie und Logopädie) sowie Axel Herzog (Heimleiter, Kolpinghaus Essen-Frohnhausen).

Der Vorstand
1. Vorsitzende: Janet Müller
2. Vorsitzender: Christian Kubon
Kassierer: Detlef Schöne
Schriftführer: Detlev Schaaf
Kassenprüfer: Vera Polklas und Axel Herzog
Beisitzer: Ellen Schröder, Hermann Weiss, Günther Erdelkamp, Martin Joblonka und Gabriela Rüken-Hennes

KOMMENTAR

Scharfer Wind an der Spitze

Der Besuch der Jahreshauptversammlung eines beliebigen Werberings macht deutlich: die Vorstandsarbeit ist - egal wo - kein Zuckerschlecken.
Denn: Zahlreiche - ehrenamtliche - Aufgaben gilt es zu meistern, die mit einem prall gefüllten Terminkalender eines Einzelhändlers nur schwerlich zu vereinbaren sind.
Und statt Lob für das eingebrachte Engagement zu erhalten, hagelt‘s dann - gelegentlich - auch noch Kritik von Mitstreitern, die sich die Aufgaben eines Werbering-Vorstands etwas anders vorstellen.
Zentrales Problem eines jeden Werberings: Niemand reißt sich darum, Häuptling zu sein und die Indianer halten sich mit ihrem Engagement für die Sache meist vornehm zurück.
Umso erstaunlicher eigentlich, dass dann doch immer wieder gelungene Veranstaltungen dabei herauskommen, bei denen niemand der Besucher vermutet, dass es hinter den Kulissen manchmal etwas knirscht im Gebälk.

Was meinen Sie, liebe Leser?

Autor:

Frank Blum aus Essen-West

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