Regentage

Regentage

Weiches Licht
fast schattenlos –
hüllt mehr ein
als es erhellt

Graue Stille
passt sich
den Konturen an –
legt sich wie
warmer Regen
übers Land

Pulsende Kringel
brechen sich
im Wasserspiegel –
Teichrosen dümpeln
mit geschlossenen Augen
schlaftrunken
vor sich hin

Ein spätes Amselkind
folgt hüpfend der Mutter
schaut zu, wie sie Würmer
aus dem Boden zieht –
lernt zu überleben

Blätter tauschen schon
ihr übersattes Grün
in warmes Gelb und Braun
oder in flammendes Rot –
der Lauf der Jahreszeiten
ist nicht anzuhalten

Das Grau lichtet sich
nur noch kurz
dunkle Wolken
schieben sich vor helle –
jagen sich
wie spielende Kinder

Regentage – stille Tage
Zeit, in der die lauten
Bilder des Sommers
im Keller unserer
Gedanken
gelagert werden
und reifen

Aus "Das Flüstern der Steine"
Mehr dazu: hier

Autor:

Gottfried (Mac) Lambert aus Goch

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